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betrachtete die basaltischen Gänge als Spalten, die offen ge-wesen und dadurch erfüllt w orden, dass Basalt - Masse indieselben geflossen sey. Allein konnten Spalten unterhalb desMeeres entstehen, welches die basaltische Materie angeblichaufgelöst enthielt 5 Wie w ar hier die Austrocknung vorhande-ner Niederschläge denkbar, auf welche man die Entstehungsolcher Räume zurückzuführen geneigt gewesen ? u. s. w.
Standen übrigens der neptunischen Meinung, in der Zeitwo Werner sie zuerst lehrte, manche Scheingründe zurSeite; finden wir selbst die Irrthiimer, in denen man zuFreiberg lange befangen blieb, Entschuldigung verdienenddurch den Umstand, dass dort lebenden Gcognosten die wahr-hafte Natur der Basalte eher verschleiert als aufgedeckt ward;so musste es nicht wenig befremden, in einem Lande, woTrapp-Gebilde auf grosartigste Weise entwickelt und nachihren Beziehungen zu andern Felsmassen so leicht erforsch-bar sind , wo Basalt - Gänge, zahlreich und ausgezeichnet inGestalt gewaltiger Kämme, durch Kunst aufgeführten Mauernähnlich, die Oberfläche der sie umschliessenden Gesteineüberragen, w r o ein Uebergevvicht von Beweisen zu Gunstenvulkanischer Hypothesen vorhanden, — im Schottischen Kü-nigthume die Meinungen der Gelehrten getheilt zu sehen.Denn obwohl Schottland die Heimath des berühmten Stiftersder plutonischen Lehre, w r o das schöne Licht vulkanischenWissens, des freiem Denkens sich entzündete, seit den leztenJahrzehnden viele und höchst wuchtige Aufklärung gebotenüber den Gegenstand, wxdcher uns beschäftigt, so bedarf esdennoch nur einiger Kenntniss der neuem dortländischenLitteratur, um zu wissen, dass selbst auf diesem, für denVulkanismus so musterhaften Boden, die antineptunische Mei-nung keineswegs die herrschende gewiesen. ln Schottland
dieses Dogma gläubig angenommen und fühlen uns nun nicht wenigbetroffen darüber.