Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

15

heit hervorzurufen. Allein wie glauben, dass viele Lesernicht ohne Theilnahme mit uns vor Allem einen Blick aufdie geognostischen Verhältnisse der Basalte in Deutschland,Schottland, Frankreich und Italien werfen werden, um zusehen, wie durch solche Beziehungen die Verschiedenen Hy-pothesen über das Entstehen jener Gesteine rege gemacht, wiedie Gebirgsforscher, durch Phänomene, welche sich gleichsamvon selbst aufdrängten zu ihren Entdeckungen und zur Be-arbeitung des Entdeckten geführt wurden. Nur das zu un-gern Zwecken Nothwendigste von dem, was die vorzüglich-sten Männer, welche sich mit der Lehre befasst, darübergesagt, wollen wir darzulegen versuchen, wobei wir, in soweit es uns erlaubt, hin und wieder ins Einzelne eingehenund manche Betrachtungen einschieben werden, auf die wiruns künftig wieder beziehen können.

Die neptunische Hypothese ist beinahe allgemein alsunstatthaft erkannt; nur bei Manchen verblieb ihr eine her-kömmliche Achtung. Die vulkanische Lehre vom Werdender Basalte hat beim gegenwärtigen Stande mineralogisch-chemischer Wissenschaften bei weitem die meiste innereWahrscheinlichkeit. Ihr stehen unbestreitbare Beweise zurSeite, Beweise in beiden Erdhälften aufgefunden. Es istdiese Meinung, welcher man durch Untersuchungen über diewahrscheinliche Urinasse jener Gesteine zugeführt wird.

Unser Zweck bleibt die Darlegung einer Reihenfolgehöchst denkwürdiger Thatsachen, entnommen aus dem Ver-schiedenartigen des Auftretens basaltischer Gebilde, so wieaus dem Mnnnichfachen ihres Verhaltens zu den sie begren-zenden Felsmassen. Indessen erachten wir uns dennoch,ehe von anderen Gegenständen die Rede, aus gedoppeltemGrunde verpflichtet, unsere Meinung über Werners An-sichten, die Basalt-Genese betreffend, unbefangen und wahr-haft, wie sie ist, auszusprechen; denn die Theorie des selte-nen Mannes änderte durch die anscheinende Wahrheit einerbeschränkten Zahl von Thatsachen, auf die sie gestiizt war,

» V