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Die Doppelsterne
Entstehung
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Gewöhnlich ist derselbe kn einer Verrückung des Objectivs zu sin,den/ die bey dem Transporte des schweren Instruments, auch nurvon einem Fenster zum andern, so leicht entstehen kann. DieseVerrückung ist aber zweyfach. Die erste besteht in einer Verschie-bung der beyden Linsen aus Crown- und Flintglas, aus welchemdas Doppelobjectiv besteht, gegen einander, und die zweyte in ei-ner Verschiebung der ganzen Doppellinse gegen das Ocular'. Dieerste ist allerdings die seltenste von beyden, da sich die Lage derbeyden einfachen Linsen gegen einander, die in einem gemein-schaftlichen Ringe mit Hülfe mehrerer Schrauben befestigetsind, ohne eine gewaltsame Beschädigung des Instruments, dieman doch meistens leicht vermeiden kann, nicht wohl verschiebenläßt. Indes; weiß ich auch dann mehrere Beyspiele, wo ein sonstsehr gutes Jnstrumentvöllig verdorben und in diesem Zustande vieleJahre geblieben ist, da man es keinem verläßlichen Künstler inder Nähe zur Verbesserung zuschicken konnte.

Die Glaslinsen, aus welchen diese Objective bestehen, sinddurchaus Stücke von Kugeln, nicht weil die Kugelform die bestezu diesem Zwecke ist, daran fehlt viel; sondern weil die Künstlerandere, bessere krumme Flächen nicht mit der gehörigen Genauig-keit darstellen können. Wenn nun diese Linsen ihre gehörige Wir-kung äußern sollen, so müssen die Mittelpuncte aller der vierKugeln, von welchen jene Flächen genommen sind, durchaus ineiner und derselben geraden Linie liegen, und wenn diese Linsendiese Bedingung nicht erfüllen, so kann man sie auf folgende Weisedazu bringen. Man nennt aber diese gerade Linie die Axe desObjectivs.

Man nimmt das Ocular eines Fernrohrs aus seiner Stelleund setzt an dieselbe die Flamme einer Lampe, deren Licht mannoch durch eine mit einer kreisrunden Öffnung versehene Platteverkleinern kann. Stellt man dann das mit einer Loupe bewaffneteAuge auf die andere Seite des Objectivs, in die Entfernung vonetwa einem Fuß von derselben, so erblickt man mehrere Bilderder Flamme, von welchen einige vor und andere hinter der wahrenFlamme zu stehen scheinen. Die Anzahl dieser Bilder ist sechsbey einem Doppelobjective. Nennt man die vier Seiten eines Ob-