den Zwischenraum zwischen den beyden Ringen dieses Planeten,die Vorübergänge der Jupiterssatelliten vor der Scheibe ihresHauptplaneten, die kleinern Monde Saturns und überhaupt alleMonde des Uranus, welche letzteren zu den kleinsten und lichtschwäch-sten Gegenständen des Himmels gehören u. dgl. Da aber nurwenige Fernrohre im Stande seyn werden, diese letzteren Gegen-stände noch zu zeigen, so können sie nicht als Prüfungsmittelaller Fernröhre angesehen werden.
Und selbst für die größten und besten Instrumente dieser Artgeben sie noch lange nicht die Schärfe und die zu jeder richtigenVergleichung so nothwendige Bestimmtheit, welche die Dopvel-sterne gewähren.
(Vorsugllchste Eigenschaft eines guten Fernrohres.) Es ist bereitsim IV. Abschnitte gesagt worden, daß die von den äußern Gegen-ständen auf das Objectivglas des Fernrohrs auffallenden und vondiesen gebrochenen Lichtstrahlen sich auf der andern Seite diesesGlases in dem sogenannten Brennpuncte desselben vereinigen unddaselbst ein kleines Bild des Gegenstandes entwerfen, welches Bildman dann durch die Ocularlinse, wie durch ein gewöhnliches ein-faches Mikroskop vielfach vergrößert erblickt.
Wenn man durch ein Fernrohr gut sehen soll, so muß jenesBild des Gegenstandes im Brennpuncte durchaus rein seyn odermit andern Worten, so muß das Objectivglas so beschaffen seyn,daß es alle Strahlen, welche von einem bestimmten Punct desGegenstandes kommen, nach der Berechnung derselben, wieder ineinen einzigen Punct vereinigt, und daß diese einzelnen Puncte,ohne je auf einander zu fallen, unter sich durchaus dieselben Ver-hältnisse ihrer Distanzen haben, welche sie in dem beobachtetenGegenstände selbst haben. Sind diese Distanzen der Puncte indem Bilde in einem andern Verhältnisse als in dem Gegen-stände, so wird das Bild verzogen 'oder verzerrt erscheinen; undfallen mehrere Puncte, die in dem Gegenstände getrennt sind,in dem Bilde aufeinander, so werden sich die einzelnen Theile desBildes bedecken, sie werden in einander laufen, schlecht begränztseyn und diese Verwirrung der einander fremdartigen Strahlen