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Die Doppelsterne
Entstehung
Seite
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Bewegung des ganzen Fernrohrs dahin bringt, daß er z. B.durch die Spitze eines Thurmes geht, so kann man das Auge vordem Ocular nach allen Seiten bewegen, ohne daß der Faden dieThurmspitze verläßt.

Wenn aber der Faden etwas, auch nur sehr wenig vor oderhinter dem Brennpuncte aufgespannt wird, so wird sich der Fa-den zugleich mit dem Auge bewegen, und auch immer dicker undweniger scharf begränzt erscheinen, so daß eben diese Erscheinun-gen das beste Mittel geben, den Faden selbst so lange zu verrü-cken, bis er endlich genau durch den Brennpunct des Fernrohrsgeht.

Die Entdeckung der Fernrohre hat ohne Zweifel mehr, alsjede andere, zur Erweiterung unserer Kenntniß des Himmels bey-getragen. Aber welche Vortheile auch dis eigentlich beschauendeAstronomie, wenn ich so sagen darf, daraus gezogen hat, diemessende und rechnende Sternkunde würde sich keines ähnlichenErfolges rühmen können, wenn uns die letzten einfachen Bemer-kungen verborgen geblieben wären. Als Picard in Frankreichder erste die Fernröhre an die damahls gebräuchlichen Quadran-ten anbrachte, setzte er uns dadurch allerdings in den Stand,nun auch solche Gestirne zu messen, die wir früher mit bloßenAugen an den einfachen Dioptern nicht einmahl sehen konnten.

Aber eine genaue Messung dieser Gegenstände wurde erstdann möglich, als derselbe große Beobachter in Vereinigung mitAuzout*) auch die Fadennetze und Mikrometer in dem Brenn-puncte dieser Fernröhre angebracht, und dadurch eine neue-undwichtige Epoche in der Geschichte der practischen Astronomie be-gründet hatte.

") Picard und Auzout brachten diese Fäden im Brennpuncteihres Fernrohres zuerst i. I. 1667 an. Allein Derham hat erstkürzlich skl-il. 'I'r-mssct. XXX. 603) durch unbestreitbare Doku-mente erwiesen, daß der junge und talentvolle Gascoigne dieseErfindung schon i. I. 1640 gemacht und ausgeführt hat. Gas-coigne starb in seinem 23. Jahre in der Schlacht von MarstonMoor.