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Zeit benutzte er seine Muße, sich vielfältige wissenschaftliche Kenntnisse zu erwerbenund nahm Karten von der Küste auf, an welcher er sich befand. Bei dem Angriffder Engländer auf Seeland 1809 wurde R. Adjutant des Admirals de Winter. AlsHolland mit dem französischen Reiche vereinigt wurde, trat er in FrankreichsDienste und begleitete den Admiral nach Paris, wo er bis 1811 blieb und das be-sondere Wohlwollen des Ministers Decres gewann. Nach dem Texel zurückgekehrt,ward er zum Lieutenant erster blasse ernannt, und erhielt den Auftrag, als Vorarbeitzu den später ausgeführten Vertheidigungsanstalten die örtlichen Verhältnisse zuuntersuchen. Nach dem Tode des Admirals de Winter 1812 gab der AdmiralVerhuell, sein Nachfolger, R. den Auftrag, eine große Karte von den Mündun-gen des Texels zu entwerfen, die später (1816) auf Befehl der Regierung heraus-gegeben ward und jetzt in allgemeinem Gebrauch ist. Die UnabhängigkeitSerkla-rung Hollands im Nov. 1813 setzte ihn in eine schwierige Lage. Seine Wünsch«für das Wohl seines Vaterlandes traten in Widerstreit mit den Pflichten, welche'ihm die Gunst der französischen Regierung und seines Admirals auflegte. Er be-gleitete Verhuell nach dem Fort Lasalle im Helder und versah fortwährend denDienst eines Adjutanten. Als die Verbindung mit Frankreich abgeschnitten war,erbot er sich im Febr. 1814, mit einem offenen Fischerboot eine gefährliche Fahrt zuwagen, kam glücklich nach Paris und kehrte auf demselben Wege zurück. Eineanziehende Beschreibung dieser Reise befindet sich in der einige Zeit nachhervon dem Professor Konynenberg unter dem Titel: „Oeckenktroeck 6er ueckerianä-scke Dnie". Als nach Napeleon's Abdankung das Fort Lasalle war übergebenworden, ging der Admiral Verhuell nach Frankreich, R. aber, welcher die Pflichtder Dankbarkeit gelöst zu haben glaubte, bot der holländischen Regierung seineDienste an, und wurde nach einiger Zeit als Lieutenant wieder angestellt. Bei demSeezuge gegen Algier 1816 ging er mit dem Linienschiffe Wilhelm I. nach demmittelländischen Meere, und als der-Capitain desselben erkrankte, übernahm N.den Oberbefehl, den er vier Jahre hindurch behielt. Er besuchte während dieser Zeitdie Küsten Spaniens, Frankreichs, Italiens und Afrikas und machte mehre Rei-sen in das Innere jener Länder. Nach seiner Rückkehr 1820 erhielt er den Auf-trag, mehre hydrographische Karten der niederländischen Stremmündungen zuentworfen, die ihn in den nächsten vier Jahren beschäftigten. Während diese Zeitschrieb er auch sein Werk: „Over cken sckeepskoun", das in Holland allgemeinals Lehrbuch gebraucht wird. Er erhielt 182Ü den Auftrag, mit einer Kriegscor-vette die bedeutendsten Häfen Englands und der Vereinigten Staaten zu besuchen,um besonders auch über die Dampfschiffahrt sich genauer zu unterrichten. Nachseiner Rückkehr gab er einen umständlichen Bericht von seiner Sendung in Bezie-hung auf die bei der niederländischen Seemacht einzuführenden Verbesserungen.Der Plan der Regierung, durch R. eine Reise um die Welt unternehmen zu lassen,ward ausgegeben, aber er erhielt dagegen 1828 den Befehl, nach Batavia zu rei-sen, wo er ankam, ehe der Krieg gegen Diepo Negoro geendigt war, und er über-nahm freiwillig mehre Aufträge, dem Heere Verstärkung und Kriegsbedarf zuzu-führen. Als 1830 die Chinesen in den Zinnbergwerken zu Banca sich empörten,wurde R. zum Regierungscommissair ernannt, und reiste, trotz den widrigen Win-den, an den Ort seiner Bestimmung, wo er den Aufstand bald unterdrückte. Erwar kaum im Oct. 1830 nach Holland zurückgekehrt, als ihm der Befehl ertheillwurde, seine Station vor der Insel Cadzand zu nehmen. Nach der BeschießungAntwerpens erhielt er auf seinen Wunsch den Auftrag, in die Schelde einzulaufen;nach der Verlängerung des Waffenstillstandes aber mußte er in der Nordsee vorOstende kreuzen, hatte während des Winters seine Station in der Schelde undhinderte im März 1831 die Belgier, das Fort Ste.-Marie in Vcrtheidigungsstandzu setzen. Im Apr. dieses Jahres zum Capktain ernannt, erhielt er bald nachher