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Dritter Band (1833) M bis R
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Persil

ken opferte er sich hin." Noch sprachen Dupin, Delessert und Davilliers. EineUnterzeichnung ward veranstaltet, um dem edeln und berühmten Minister ein Na-tionaldenkmal zu errichten.

P. war groß von Gestalt, sein Bau schlank, aber kräftig; seine Züge, die edel-sten, die muthigsten, wenn ihn nicht Leidenschaft bewegte, waren schön und regel-mäßig, sein Auge ernst und stolz; auf seinem Antlitz zeigte sich jene Reizbarkeit, dieleicht in Zorn aufflammte; seine Mienen drückten gewöhnlich Härte und Strengeaus; sein Ton war kurz, verweisend, schneidend und befehlend. Meinungen, dieihm entgegentraten, stieß er mit Ungestüm zurück; im Zorn vergaß er sich undverlor jene edle Haltung, die den strengen, kräftigen Mann ankündigt. Sein Cha-rakter war aristokratisch, voll Selbstgefühl Dessen, was Talent, Beredsamkeit, Un-abhängigkeit und Willensstärke dem hochgestellten, reichen Mann gewähren. Mangab ihm Schuld, daß er die Menschen verachtet habe; vielleicht in Folge der Er-fahrung, daß die Mehrheit feil sei. Schon vor seiner letzten Krankheit hatten dieKämpfe auf der Rednerbühne und die traurigen Aufstände in den großen StädtenFrankreichs seine Kraft untergraben und sein Mistrauen gesteigert. Er fühlte seineMacht gebrochen ; er fand sich unter seiner Stellung, und kämpfte ohne Much undVertrauen mit Verhältnissen, die ihn zu Boden drückten. Da sank er auf dasSchmerzenlager, und sein Geist stand still. Im Wahnsinn klagte er über Nicht-erfüllung der ihm gemachten Versprechungen und über den Verlust seiner Popula-rität. Lang und grausam war sein Todeskampf; grausamer noch für seine Fa-milie und seine wahren Freunde als für ihn selbst! Das Tragische in seinem Cha-rakter und in der Art, wie er, ein Held der Iuliusrevolution, den Dämon der Re-volutionen bekämpfend, von der Bühne der Macht abtrat, versöhnte seine Feinde.Die öffentliche Stimme nannte P.'s Leben das Bild eines wahren Staatsmannes.Glühender Vertheidiger der Freiheit, so lange die Staatsgewalt sich als unter-drückend zeigte, ward er die festeste Stütze der Staatsgewalt, als man die Freiheitzu einem Sturme der Verheerung machen wollte.

Der König ernannte aus Achtung für P.'s Andenken am 16. Mai 183? des-sen Bruder, Augustin P., zum Pair von Frankreich Das System vom 13.Marz 1831 wurde vom König aus Überzeugung beibehalten, in den Tagen desJun. behauptet, und von dem neuen Ministerium, das erst am 11. Oct. 1832an die Stelle des bisherigen trat, folgerichtig fortgesetzt Noch gegenwärtig gehö-ren drei Mitglieder des Perier'schen Ministeriums zu dem jetzigen, unter dem Vor-sitze von Soult: die Minister Barths, de Nigny und d'Argout. (7)

Persil, Generalprocurator zu Paris, war vor der Juliusrevolution einsehr beschäftigter Advocat und Abgeordneter des Bezirkes Condom. Seine politi-sche Rolle begann am 27. Jul., wo er die Protestation der Deputirten unterschrieb.Als sich kurz darauf der Generalprocurator Bernard de Mennes weigerte, gegeneinige Journale als Ankläger aufzutreten und die Anwendung des Art. 29 ldes Strafgesetzbuches gegen politische Gesellschaften zu verlangen, wurde er aufDupin's des Altern Vorschlag durch P. ersetzt. Der neue Generalprocurator er-hielt einen jährlichen Gehalt von 35,000 Francs und beklagte sich trotzdem indem Processi des „Figaro", er habe durch Annahme der Stelle ein großes Opfergebracht. P. verfeindete sich mit dem Procurator Comte, welchem die Strengesimes Vorgesetzten gefährlich schien, und foderte das Ministerium auf, einenvon ihnen abzusetzen; vergebens erklärte sich der Obersiegelbewahrer Merilhoufür Comte, P. blieb Generalprocurator, und Merilhou legte deshalb sein Porte-feuille nieder. P. war Ankläger in den hauptsächlichsten Processen gegen die jun-gen Leute, welche einer republikanischen Tendenz beschuldigt wurden, seine Ankla-gen blieben aber großentheils ohne Erfolg. In der Kammer sprach er für einen be-deutenden WahicensuS, und ihm schreibt man die Redaction des Emeutengesetzcö

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