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Dritter Band (1833) M bis R
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Otto (König von Griechenland)

ähnlicher wünschte, als von dieser Plage befreit zu werden. Freilich bat die Re-gentschaft dem zu erwartenden Unfuge dieser Art durch sehr strenge Bestimmungenüber die Bestrafung jeder Störung der öffentlichen Ruhe, und namentlich durcheine große Beschrankung der Erlaubniß, Feuergewehre zu tragen, vorzubeugen ge-glaubt, und auch schon zu Nauplia, Theben und Missolonghi Centralgerichtshöseeröffnet, bei welchen alle hierauf Bezug habende Beschwerden angebracht und be-urtheilt werden sollen (s.Allgemeine Zeitung", 1833, außerord B. Nr. 188);allein bei dem aufrührischen Geiste des großen Haufens der gemeinen Palikarenwelcher selbst durch die Natur des Landes so sehr begünstigt wird, läßt sich hiervonum so weniger ein durchgehender Erfolg erwarten, da zur Zeit der Regierung nochnicht die Mittel zu Gebote zu stehen scheinen, die Widerspenstigen im Nothfallemit Gewalt zum Gehorsam zu bringen. Mehr darf man sich ohne Zweifel davonversprechen, daß die Regentschaft zugleich Maßregeln ergrissen hat, die über ganzGriechenland zerstreuten ungeordneten Corps schnell aufmehren Sammelplätzen zuvereinigen, sie hier so weit möglich zu bezahlen, zum Theil zu friedlichen Beschäf-tigungen zu entlassen, zum Theil neu zu organisiren, und dann mit zu dem ge-wöhnlichen Dienste zu verwenden. In dieser Absicht ist auch bereits die Organisa-tion eines eigentlichen Nationalheeres begonnen worden, welches aus 8 Bataillo-nen Linieninfanterie, 10 Bataillonen Jägern, bei deren Uniformirung so viel alsmöglich die Nationaltracht der Palikaren beibehalten werden soll, 6 Escadronsleichter Reiterei, 8 Compagnien Artillerie, 3 Compagnien Ouvriers und dem-thigen Fuhrwesen bestehen wird. Nach den letzten Nachrichten hat die Organi-sation des Heers erwünschten Fortgang, obgleich die Unzulänglichkeit der pecu«niairen Mittel der Regentschaft vorzüglich anfangs eine oft hindernde Sparsam-keit vorschreiben mag. Deshalb ist es auch nur natürlich, daß sich einzelne Pali-karenhaufen noch wie zuvor plündernd in mehren Provinzen umhertreiben unddie Beschäftigungen und den Verkehr des so sehnlich erwarteten Friedens fortwäh-rend auf die nachtheiligste Weise stören. Doch wird diesem Unwesen auch bald einZiel gesetzt werden, da die Regentschaft durch Vertheilung von Nationalländereiendie Müssigen an eine bestimmte und sichern Unterhalt gewährende Thätigkeit zuverweisen sucht, und auch bereits eine Commissi'»« ernannt hat, welche die An-sprüche Einzelner auf Entschädigung oder Belohnung für die im Freiheitskampfegeleisteten Dienste ermitteln und befriedigen soll

Es ergibt sich aus diesen Andeutungen, welche wir aus Mangel an Nachrich-ten für jetzt nicht weiter auszuführen wagen, zur Genüge, daß die Schwierigkei-ten, welchen die Regentschaft fermr begegnen wird, von höchst bedeutender Artsein werden. Von der Gewandtheit und Umsicht, womit sie dieselben zu überwin-den weiß, hängt Griechenlands bessere Zukunft, sein endlicher Friede ab. DieSehnsucht nach diesem, welche in dem betriebsamen Theile des Volkes lebt, sowiedie sichern Normen einer dem Willen der Nation entsprechenden und auf festen con-ftitutionnellen Grundlagen beruhenden Monarchie werden ihr eine große Hülfe undeine kräftige Stütze sein, und so darf selbst die noch etwas getrübte Aussicht inGriechenlands Zukunft uns die Hoffnung nicht benehmen, daß dieser junge Staatunter seinem jugendlichen Könige doch bald die Ruhe und das Heil firtden werde,um welche seine Bewohner, unter unsäglichen Leiden und Mißgeschick, den langen

An vorstehende, zu Anfange d»s Mais vollendete Darstellung wird sich imvi.rten Bande dieses Werkes eine Übersicht der tpätern Ereignisse schließen, um denverschiedenen Artikeln über Griechenlands neueste Verhältnisse ihre Ergänzung zu

Heldenkampf gekämpft haben. *)

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g'ben.

D. Red