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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
399
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, Dttö (Köniz von Griechenland) 399

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gos militairisch zu besetzen, um theils den vom platten Lande in Nauplia zusam-»dlZ f, mengedrängten Flüchtlingen auch dort einen sichern Zufluchtsort zu verschassen,' theils bei der Landung des Königs Otto, welche, wie man glaubte, bei Argos statt-'ÜM ^ finden sollte, jedem etwaigen Unfugs vorzubeugen. Auf Ansuchen bei den Resi-kvW denken erhielt daher eine Abthcilung der noch in Modon befindlichen Franzosen,y 400 Mann stark, Befehl, Vach Argos aufzubrechen, und auch von der Garnison. zu Nauplia wurden zwei Eompagnien dahin beordert, um jene im Nothfall zu un-lerstützen. Obgleich nun Argos, die ganze Umgegend, und selbst Korinth von denPalikaren Kolokoirouis' und seiner AnHanger besetzt war, so hielten doch die Fran-am 15. Jan. ruhig ihren Einzug, und fanden blos einigen Widerstand, alsdkix s,e das Haus des Kalergis besetzen wollten, um daselbst die Fahne des Bataillonsaufzubewahren; ein kurzes Gefecht mit einigen Palikaren endigte mit der Gefan-gennehmung der letztern, wodurch die Franzosen etwas zu voreilig jedem weitern^Äize sch Unfuge vorgebeugt zu haben glauben mochten. Allein schon in den Abendstunden6 »us dichl, des folgenden Tages, wahrend die französische Mannschaft unbesorgt in ihrer Ca-«An chk ferne versammelt war und die Offiziere sich unbewaffnet in der Stadt zerstreut^ im hatten, rückte ein Haufen von 6 800 Palikaren, unter Anführung der Kapita-nys Ehrisi'otis und Zongas, gegen die Casernen, und begann zugleich gegen diese^ iuije U und die rückkehrenden Ossiziere ein lebhaftes aber erfolgloses Gewehrfeuer. EinemlOcksM entschlossenen Ausfalle der Franzosen vermochten sie jedoch nicht Stand zu halten;rIMlliP, ihrer Flucht nach den nächsten Hausern, von wo aus sie sich weiter zu vertheidigenMm, ^ gedachten, folgte ein hitziges Gefecht auf Leben und Tod, wobei gegen 300 Pali-ckti, M karen auf dem Platze blieben, wahrend der größere Theil durch die Flucht entkam.

m G Von den Gefangenen wurden einige, namentlich Kalergis' Adjutant, Kaliopuros,ltiMs- vor ein Kriegsgericht gestellt und sogleich erschossen Kalergis selbst entkam; da-M Im gegen sielen der jüngste Sohn und der Secretair des Kolokotronis in die Gesangen-dilMj schaft der Franzosen, die sie nach dem Fort Jtschkale in Verwahrung brachten.W, A Allerdings schien dem tollkühnen Unternehmen ein umfassenderer Plan zu GrundeZU liegen, welcher vorzüglich vom alten Kolokotronis eingeleitet sein mochte. Nicht°dne Absicht, meinte man, habe er in der letzten Zeit so viel Truppen um ArgoSMU» I« zusammengezogen, und es sei ja offenkundig, daß er die Häuptlinge der verschiede-'mnckM um Parteien durch Geld und Versprechungen zu gewinnen gesucht habe, um Ar-^Wdi» 8vs zum Sitze der Regierung von Griechenland zu erheben, eine Nationalver-z Ww sammlung in seinem Sinne zu berufen, und den König bei seiner Landung zu zwin-^ gm, in Ärggs zu resi'diren und dem Lande eine Verfassung zu geben, wie sie derv" H - Neigung und dem Vortheile dieser Parteihäupter am meisten zusagen mochte.

^ wolle, das Gefecht in Argos vernichtete die letzten Hoffnun-

^ gen der Partei der Gegenrevolution, das Kriegsministerium verordnete sogleich denAbzug sämmtlichec irregulairen griechischen Truppen aus Argos, und ermahnte dieKM Bürger dieser Stadt zur Ruhe und Dankbarkeit gegen die Franzosen, während dieRegierungscommission bereits unter dem L5. Jan, an die Regentschaft einen aus-«MM jährlichen Bericht erstattete, worauf diese am L9. vom Bord des MadagaskarB aus antwortete, und jede Verletzung der öffentlichen Ruhe und gesetzlichen Orb-nung auf das Strengste zu ahnden versprach. Und in der That wirkte die allge-meine Spannung der Gemüther und Parteien, womit man der Ankunft des-M nigs und der Regentschaft entgegensah, sehr zum Vortheil der öffentlichen Ruhe,'' M welche seit den Vorfällen in Argos nirgend mehr gestört wurde.

«A Auf einer ziemlich beschwerlichen Fahrt, bei welcher widrige Winde noch ei-nm kurzen Aufenthalt in der Bucht von Kalamata nöthig gemacht hatten, hatte.M'M das kömgliche Geschwader von Korfu aus sieben Tage zugebracht, und warf daher- erst am 30. Jan., jetzt 43 Segel stark, Anker im Hafen von Nauplia. Mit Un-' 5V geduld harrte am Gestade die aus allen Gegenden Griechenlands versammelte