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und es ward aus den Mitteln des Verems Geld angewiesen, um die Bedrängten^ mit Darlehnen zu unterstützen. Solche Hülfe wurde jedoch wenig in Anspruch ge-„Minen, da die Grundherren sich nicht zu ungeduldiger Rache hinreißen ließen.Das Gesetz gegen die Vereine, das die Katholiken wenig beachtet hatten, erlosch^5^. im Iul. nach der Vertagung des Parlaments, und der katholische Verein trat als-bald wieder in seiner ursprünglichen Gestalt hervor, den eben gewonnenen Siegzu benutzen. Es wurden Beschküsse gefaßt, welche die Bedingungen verkündigten,unter welchen künftig ein Abgeordneter in das Parlament gewählt werden sollte.die Verpflichtung, sich der Verwaltung Wellington's und Peel's zu widersetzen,chtte,sev! bis Beide der katholischen Emancipation günstig geworden waren, die Ansage,Mch vol - religiöse und bürgerliche Freiheit zu unterstützen, den Widerruf des AfterpachtgeM die sitzes zu bewirken, das 1826 war gegeben worden, um durch weise Beschränkungitt gi 'I der stets sich mehrenden Zersplitterung des Landeigenthums allmalig den Zustand> b" irlandischen Bauern zu verbessern, und endlich die Verpflichtung, für Parla-
«MM wentsreform zu stimmen. Jedem Bewerber, der diese Zusagen verweigerte,sollte durch den Einfluß und die Geldmittel des Vereins entgegengewirkt wer-den, und der Verein, sagte Shiel, ist allmachtig. Die Regierung fühlte, wiegefährlich die Macht der aufgeregten Volksmeinung war, und daß ein Vergleichmit ihr nicht mehr vermieden, werden konnte. Wenige Tage nach jenen Beschlüs-sen sagte der Abgeordnete Dawson, Peel's Schwager und einer der erklärten Geg-ner der Emancipation, bei einem Festmahl in Londonderry, er habe seine frühernAnsichten geändert und der katholische Verein müsse durch die Gewährung der ver-langten Emancipation versöhnt werden.
Diese Erklärung mußte um so mehr überraschen, da sie aus dem Munde einesMannes kam, der den Machthabers so nahe stand, und sie wurde von der katholischenPartei als ein Zeichen betrachtet, daß ihre Gegner auf Bedingungen unterhandelnwollten. Der katholische Verein aber, entschlossen nur unbedingte Ergebung anzu-nehmen, verfolgte kühn seinen Plan, das ganze Land gegen die Regierung aufzu-regen, Fast in allen Grafschaften wurden Vereine gebildet, die auf jeden Winkdes großen Vereins bereit sein sollten, und unter ihnen standen Kirchspielgesellschaf-ten, welche dieselbe Einrichtung hatten, und um so kräftiger wirken konnten, dasie mit den untern Volksclassen in unmittelbare Berührung kamen. Diese Vereineverbreiteten sich schnell über ganz Irland, mit Ausnahme der nördlichen Grafschaf-ten. In den Versammlungen, die im Herbste in Munster und Leinster gehaltenwurden, waren O'C. und Shiel die ersten Wortführer und reisten von Ort zu Ort,um den angefachten Geist des Widerstandes zu nähren. Der Verein wollte die ge-lammte katholische Volksmenge in eine mächtige Masse vereinen und seine Be-mühungen waren zunächst darauf gerichtet, die Zwiste unter seinen AnHangern zuichlichten, die oft aus den unbedeutendsten Veranlassungen hervorgegangen, beson-ders im südlichen Irland den Frieden störten, oft in blutige Fehden übergingenund Streitkräfte aufrieben, die für den gemeinsamen Zweck zusammengehaltenwerden sollten. Was den Behörden, was selbst der bewaffneten Macht nicht ge-lungen war, vermochte der Einfluß des Vereins, der sich um so mehr anstrengteüinen Zweck zu erreichen, da er der Regierung dadurch einen Beweis gab, daß dieErhaltung des innern Friedens in seiner Hand lag. Die Führer hatten gewiß nichtdie Absicht, ihre blind ergebenen Anhänger zum offenen Ausstande aufzuregen, ob-gleich ihre Bemühungen einen Geist erweckt hatten, der jeden Augenblick in Auf-ruhrflammen auflodern konnte; aber es lag in dem Plan des Vereins, daß die Re-gierung diese schreckende Aussicht vor Augen haben und ihn als die einzige Bürg-den Ausbruch des Bürgerkriegs bettachten sollte. Gegenden, die ftu-Schauplatz wilder Zwiste gewesen waren, erschienen nun in einem Zustande> „ K ^ Friedens, den sie lange nicht gekannt hatten; aber die unruhigen Bewohner des
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