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Dritter Band (1833) M bis R
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Normann Norwegen

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teor aufmerksam ward, nahm man es gegen 6 Uhr Abends, an einigen Orten nochfrüher, wahr, und die letzten Spuren desselben verschwanden erst gegen Mitter-nacht, oder wie in England, selbst nach 1 Uhr Morgens. Wenn man die inDeutschland gemachten Beobachtungen mit andern vergleicht, so finde: man siedarin übereinstimmend, daß sie als das Bleibende in der so sehr wechselnden Er-scheinung einen gelblichweißen Lichtbogen angaben, der am nördlichen Horizont eindunkles Segment einschloß, nach Innen zu ziemlich gut begrenzt war, nach Außenaber sich gegen den sternhellen Himmel ins Unbestimmte verlief. Die Höhedieses dunkeln Segments wurde in Berlin und Stettin auf 6° — 8", die Höhe desäußern Lichtrandes in Berlin auf 18° — 26° geschätzt. Fast an allen Orten sahman den Scheitelpunkt des Bogens nicht genau im Norden, sondern westlich da-von liegend, in Berlin um etwa 16° — 18°, in Gotha 15° — 18", also unge-gesahr im magnetischen Meridian. Das Nordlicht äußerte auch seinen störendenEinfluß auf die Richtung der Magnetnadel. Über seine Höhe scheinen noch keinezuverlässigen Berechnungen vorhanden zu sein. Ausführliche Zusammenstellungender Beobachtungen über dieses Nordlicht findet man in Poggendorf's „Annalen"(Bd. 22, S. 484 — 497) und in Kastner's „Archiv für Chemie und Meteorolo-gie" (III, 1, S. 53). (11)

Normaun (Wilhelm von), ein zu früh hingeschiedenes Dichtertalcnt,das in seinen ersten Produkten schon mehr als Hoffnung erregt hatte, indem sie zuden schönern Blüten unserer jüngsten poetischen Zeit gehören. Aus einem meck-lenburgischen Zweige seiner weit durch Deutschland verbreiteten Familie 1862 ge-boren, trat er nach zurückgelegtem Unwersirätstudium, größrentheils in Heidel-berg, in den preußischen Staatsdienst. Nachdem er die kameralistische Laufbahnbegonnen, machte er eine mehrjährige Reise durch das südliche Europa, verweiltein Berlin, dann ein Jahr als Referendar bei der Regierung in Aachen und ging1831 als preußischer Legationsecretair nach Hamburg, von wo er seine Braut,eine liebenswürdige und an Geist ihm verwandte junge Schottländerin, derenBekanntschaft er in Italien gemacht, aus England herüberholte, um schon amb. Apr. 1832 in ihren Armen an einem bösartigen Scharlachsieber zu sterben.Sein Name ist noch weniger verbreitet, da er nach seinem „Mosaik" lange ge-schwiegen hatte. Dieses Gedicht in freien Stanzen auf originelle Weise das In-nigste schildernd, was des Menschen Herz bewegt und rührt, dabei voll kühnerBlicke eines scharfen Geistes und witzigen Kopfes in die Verhältnisse der Zeit, er-innert in Deutschland an Wieland, in England an Byron, und nicht zu N.'s Nach-theil, denn Jenen übertrifft er an Tiefe, Diesen an deutscher Innigkeit. DieJugendliebe Heinrich IV. in Navarra, im dritten Buche, gehört zu den schön-sten erzählenden Gedichten, deren die deutsche Poesie sich rühmen kann. SeinRoman: „Die Reise nach dem St.-Gotrhard" (Heidelberg 1826), ein Werk vontiefer Empfindung dictirt, gehört zu seinen frühern Arbeiten. Von mehren dra-matischen Arbeiten, die wol nicht sein Genre waren, ist keine zur Aufführung undnur sein „Bauernkrieg" (Berlin 1827) zum Druck gekommen. In seinem Nach-laß befinden sich noch mehre Manuskripte, welche mit einem interessanten Brief-wechsel einer wünschenswerthen Sammlung seiner Gedichte sich anschließen dürf-ten. N.'s Persönlichkeit war durchaus edel, doch gehörte nähere Bekanntschaftdazu, um ihn zu vertraulichen Mittheilungen zu veranlassen. Seine ausgezeich-nete Bildung, sein Heller, vorurtheilsfreier Blick in die Verhältnisse der Zeit, seineKenittniß der Geschichte und fein Gemüth berechtigten in ihm einen Staatsmannzu erwarten, der seinem Vaterlande Ehre gebracht hätte, wie sein Name schonjetzt in der deutschen Poesie einen guten Klang hat. -49)

Norme g c n. Dieser Staat gewährte auch in dm letztverflossenen Jahrenden Anblick eines, mit Weisheit regierten, mit Klugheit verwalteten und wohlgeord-