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-Volkssage); und unter den übrigen Gedichten „?ieglnr2" (Der Segler), worin manAnklänge seiner Lebensverhaltnisse finden will; „Ode an die Jugend", die auchdadurch berühmt geworden ist, daß die letzten Worte derselben am 30. Nov. 1830von unbekannter Hand an das Rathhaus zu Warschau geschrieben, von der Be-geisterung der Volksmasse tausendstimmig wiederholt und als ein glückliches Vorzei-chen angesehen wurden; „Ode an Lelewel" in Beziehung auf die Eröffnung seinerhistorischen Vorlesungen von 1822; „l'ar^s" (verdeutscht von Spazier) u. a. Erbewarb sich bei dem Ministerium des Cultus vergeblich um die Erlaubnis, eineliterarisch-philosophische Zeitschrift: „Iris", herauszugeben. Das widrige Geschickdes Dichters erhöhte aber nur die Theilnahme an seinen Gesangen. Nach viel-fältigen Bemühungen gelang es den Verwendungen seiner Verehrer und Freunde,ihm die Erlaubnis; zu verschassen, zur Herstellung seiner Gesundheit eine Reise indas Ausland zu machen. Er durchreiste Deutschland, Frankreich und war in Ita-lien, als er die Nachricht von dem Ausbruche der polnischen Revolution erhielt.Es war ihm nicht vergönnt, an den nachfolgenden Ereignissen in Polen persönlichTheil zu nehmen, und er hatte nur die schmerzliche Genugthuung, mit den Haupt-theilnehmcrn das Unglück seines Vaterlandes zu beklagen, da er, während dieTrümmer des polnischen Heers durch Sachsen zogen, in Dresden lebte. Er erhielt,nachdem seine Muse lange Zeit geschwiegen hatte, durch jene Eindrücke eine neueAnregung und schrieb in der letzten Zeit seines Aufenthalts zu Dresden Mehres,das zu der jetzigen und künftigen Lage Polens, wie seine patriotische Begeisterungsie anschaut, in naher Beziehung steht. Diese neuesten Leistungen, obgleich anUmfang den frühem nicht nachstehend, sind hinsichtlich des poetischen Werths die-sen nicht nur gleich, sondern noch vorzüglicher. M. begab sich im Sommer 1832nach Paris, wo er in demselben Jahre einen Theil seiner neuesten Dichtungen alsvierten Band der dort 1828 unter dem Titel „?oe^e" veranstalteten Ausgabeseiner sammtlichen frühern Poesien drucken ließ, welcher eine Reihe dramatischerScenen unter dem Namen einer Fortsetzung der,.1)^6^" enthält, die sich vorzüg-lich auf die Verfolgungen der patriotischen Jünglinge zu Wilna beziehen und die,das ganze Gebiet der Poesie von der bittern Satire bis zur glühenden Andacht mitkühnem Schwünge durchfliegend, zu dem Trefflichsten gehören, das die neuesteLiteratur besitzt. Die.pariser Ausgabe zeichnet sich vor allen andern frühem undspätem in Wilna, Warschau, Lemberg, Posen, Krakau, Petersburg und Moskauerschienenen durch Schönheit und Correctheit aus. Das Vorwort gibt einen geist-reichen Überblick der poetischen Literatur des neuern Europas, worin M. auch seinevertraute Bekanntschast mit der deutschen Literatur an den Tag legt. Das Schick-sal seines Vaterlandes gab seinem Geiste eine vorherrschend politische Richtung,die er in seiner neuesten Schrift: „Ksiegi nnrocku polskäexo i pielgr^mstwu pol -slckego" (Paris 1832) darlegte, welche in einer der biblischen Sprache nachgebilde-ten Prosa Polens Bestimmung in der Vergangenheit und Zukunft schildert undeinen tiefen Eindruck auf den ganzen polnischen Volksstamm gemacht hat. Sieerschien deutsch unter dem Titel: „Die Bücher des polnischen Volkes und der pol-nischen Pilgerschaft" (1833) und in einer französischen Übersetzung vom Grafenvon Montalembert mit einem merkwürdigen Borwort.
Mieg (Arnold Friedrich von), wurde 1778 zu Heidelberg geboren, derSohn des kurpsälzischen geistlichen Administrationsrathes Benedict von M.Nachdem er sich aus mehren Universitäten zum Staatsdienste vorbereitet hatte, be-trat er unter der Leitung seines Gönners, des nachmaligen Staatsministers vonZentner, auf dem Congresse zu Rastadt die diplomatische Laufbahn und ging 1801mit dem Gesandten, dem Herrn von Grasenreulh, als Legationsecretair nach Wien,wo er bis 1805 blieb. Er kam 1806 als Director der Negierung des Jnnkreisesauf einen, bei der Anhänglichkeit Tirols an seinen alten Beherrscher und seine alte
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