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Meteorologie
matter, es zeigen sich einzelne Wölkchen, welche mit Schnelligkeit am Himmelfortziehen, man sieht häufig Blitze am südlichen Himmel. Im Apr. fallt zuwei-len Regen, diese werden zahlreicher und reichlicher im Mai und Zun. und erreichenan jedem Orte ihre größte Starke, wenn die Sonne im Scheitel steht, dann regnetes alle Tage. Je weiter die Sonne nach Süden rückt, desto mehr nimmt der Regenab, es vergehen oft mehre Tage, ohne daß derselbe fallt, der. Wind, der bis dahinhäufig veränderlich war, kehrt nach NO. zurück, und wenn sich die Sonne in dersüdlichen Halbkugel befindet, folgt wieder heiteres Wetter. So auffallend und be-stimmt rst dieser Wechsel, daß man zwischen den Wendekreisen nur zwei Jahreszei-ten unterscheidet, die nasse und die trockene. Aber sowie uns das Phänomen einegroße jahrliche Periode zeigt, so sehen wir auch eine kleinere tägliche. Heiter gehtdie Sonne auf, die Hitze ist drückend, um 11 Uhr zeigen sich einzelne Wolken, diesich mit unglaublicher Schnelligkeit vergrößern, es entsteht ein heftiges Gewit-ter, Blitz folgt auf Blitz, der Regen stürzt in Strömen herab, die Wolken zer-streuen sich, die Sonne geht bei heiterm Himmel unter, und eben dieser Himmeldauert auch während der Nacht fort. In der Gegend, in deren Scheitel die Sonnesteht, wirkt sie mit der größten Intensität, hier ist der aufsteigende Luftstrom, wel-chen wir als Ursache der Passate angesehen haben, am lebhaftesten; dadurch wirdnicht blos die Regelmäßigkeit des allgemeinen Ostwindes gestört, sondern es steigenviele Dünste nach den obern kältern Gegenden der Atmosphäre und werden hierniedergeschlagen. Wie groß die Bewegungen der Atmosphäre alsdann sind, wiehäufig Luftschichten von ungleicher Temperatur gemengt werden, geht daraus her-vor, daß die Sterne in der nassen Jahreszeit lebhaft funkeln, eine Erscheinung, dieman in der trockenen nie oder höchst selten beobachtet. Die Wassermasse, welchewährend der nassen Jahreszeit herabfällt, ist sehr bedeutend, und daraus müssenwir das periodische Anschwellen aller großen Flüsse erklären, deren Quellen zwischenden Wendekreisen liegen, wie dieses schon den Alten vom Nil bekannt war. DieseJahreszeit ist der Gesundheit der Menschen sehr nachtheilig; Fieber entstehen schrhäufig. Nicht blos in Küstengegenden ist dieses der Fall, selbst im Innern Afrikaswiederholt sich die Erscheinung auf dieselbe Art, wie uns dieses die Schilderungenvon Mungo Park, Caillie, Denham, Clapperton, Browne und Andern beweisen.In unsern Gegenden hängt der Regen von keiner bestimmten Jahreszeit ab, ge-nauere Untersuchungen zeigen aber auch hier kleine Differenzen, die wir jedochnicht weiter verfolgen wollen. In Deutschland sind es vorzüglich die Südwestwinde,welche den meisten Regen bringen; sie kommen aus wärmern Gegenden und füh-ren eine Menge Dämpfe vom atlantischen Meere herbei; sowie sie sich nach demkältern Norden bewegen, werden die Dämpfe niedergeschlagen. Derjenige Wind,welcher im Allgemeinen den wenigsten Regen bringt, ist der Nordostwind. Erkommt aus einem kältern Lande, enthält wenig Dämpfe und wenn er nach denwärmern Gegenden kommt, wird die Luft noch weiter vom Zustande der Sätti-gung entfernt. Nur dann, wenn etwa längere Zeit feuchte Südwestwinde ge-weht haben, und der Nordostwind sich mit Schnelligkeit erhebt, regnet es beiihm; er findet eine Menge von Dämpfen vor, diese werden erkaltet und nieder-geschlagen.
Es ist bereits bei der Entstehung der Winde des Barometers gedacht worden;wir haben erwähnt, daß in der Gegend, wo die Temperatur ungewöhnlich stieg, dasBarometer auch sank. Allgemein läßt sich der Satz, welcher allen Bewegungendes Barometers zum Grunde liegt, auf folgende Art ausdrücken: Wird eine Ge-gend durch irgend eine Ursache weit stärker erwärmt als die benachbarten Gegenden,so sinkt in ihr das Barometer, während es in der kältern Gegend steigt. Eine großeZahl von Erfahrungen bestätigt die Richtigkeit dieses Satzes. Stellt man regel-mäßig zu bestimmten Stunden des Tages Beobachtungen des Barometers und
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