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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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fer, daß ihm Royer-Collard einmal das Wort nicht vergönnen wollte. Wie vorden Gerichten und der Kammer wirkte M. auch in den geheimen Gesellschaften fürdie Freiheit der Nation. Er war im Vereine für die Preßfreiheit, der ihn auffo-derte, ihn vor dem Gerichte zu vertheidigen; wegen seiner Krankheit übertrug erjedoch Berville diesen Proceß. Er gründete die 8oci6tä ckes sciences morales etpolitiyues, in welcher die bedeutendsten Mitglieder der jetzigen Opposition wieder DoctrinaireS vereinigt waren. Zur Zeit der reunions olectoi-Ales führte M.den Vorsitz im dritten Acrondissement der Hauptstadt, dessen Berathungen zu denwichtigsten gehörten, und ließ darin 1828 Eustbe Salverte als Deputirten bezeich- >nen. Nachdem die Ordonnanzen erschienen, wohnte M. allen damaligen Deputirten-Versammlungen bei, und wurde am 29. Jul. Mitglied der Municipalcommission,in deren Händen fünf Tage lang eine dictatorische Gewalt über Frankreich lag.AufM.'s Vorschlag wurden 20 Regimenter einer pariser mobilen Nationalgardegebildet, wodurch die Karlisten und auch das Palais royal in Schrecken geriethen.Gegen M.'S Rath schickte die Municipalcommission am 1. Aug. ihre Abdankung,welche M. nicht unterzeichnete. Vom Herzog von Orleans aufgefodert, an ihrerStelle zu verweilen und die Verwaltung der Hauptstadt zu übernehmen, blieb dieCommission noch 14 Tage im Stadthause, stellte die Ruhe in Paris her,schuf Generalconseils in den Departements, schlug Minister vor und löste sichendlich auf, nachdem sie an die Regierung einen von M. verfaßten Bericht überihre Handlungen abgestattet. Auch das nachfolgende parlamentarische Leben M.'sist von hohem Interesse. Er ist der vielseitigste Redner in der Kammer, sprichtmit derselben Leichtigkeit über Finanzen, Staatshaushalt, Seewesen, Gerichts-wesen, auswärtige Angelegenheiten und andere mehr. Kurz nach dem Julius-kampfe, als die Charte verändert wurde, unterstützte er den Vorschlag Brigode's,daß die Magistratur vor dem 1. Jan. 1831 modisicirt werden solle; allein Dupintrat für die Unabsetzbarkeit der Richter auf, und so kam es, daß seit dem Jul.1830 viele Urteilssprüche der französischen Gerichtshöfe nicht mit der neuen Charteund der öffentlichen Meinung in Einklang standen. Als darauf Salverte die Ex-minister anklagte, verlangte M., daß die Deputieren selbst eine Untersuchung hier-über anstellten, anstatt dies den Pairs zu überlassen. Er war der eifrigste GegnerGuizot's, und trug fortwährend darauf an, daß die Regierung das Auflösen dernicht ausdrücklich bevollmächtigten Kammer beschleunigen solle. Besonders aberwurde M. durch seine Reden über die auswärtige Politik berühmt. Er betrachtetezwar den Frieden als etwas Wünschenswerthes, allein den Krieg für besser als einenFrieden, welcher dem Staate jährlich anderthalb Milliarden kostete. Er verlangtedie Vereinigung Belgiens mit Frankreich, die Unterstützung Polens zur See, undsprach gegen die östreichische Invasion in Italien. Dabei vernachlässigte er die in-ner» Angelegenheiten nicht, und foderte unter Anderm die Aufhebung des Wahlcen-sus, die Erwahlung der Maires durch die Communen. Zu Ende der Sitzung reißeer nach Baden, Würtemberg und der Schweiz. Nach Paris zurückgekehrt, spracher gegen die Pairserblichkeit, und vertheidigte als Sachwalter denNational" unddieRevolution". Er war im Aug. 1830 zum Vorstand (Bütonnier) der Advo-caten ernannt worden; sein Nachfolger war Dupin; im Aug. 1831 erhielt M. jeneWürde von Neuem durch die Wahl der pariser Advocaten, während zuvor stetsdie Regierung nach dem Vorschlage der Ältesten zu dieser Stelle ernannt hatte.M. ist einer der kraftvollsten und gewandtesten Redner Frankreichs, und einTheil der Bevölkerung würde gern sehen, wenn die Regierung ihn in daS Ministe-rium aufnähme. (15)

Maurer (Ludwig Wilhelm), geboren 1789 am 8. Febr. zu Potsdam,einer der ausgezeichnetsten jetzt lebenden Violinspieler und Componisten für seinInstrument, ein Schüler des bekannten Concertmeisters Haak, der so lange die

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