die gegenwärtige Zeit hat große und heilige Rechte:sie leugnen, wäre Thorheit, sie bekämpfen: Frevel!
Die Aufgabe des Verfassers war diese: in ei-nigen Hauptumrissen zu zeigen, wie in der Gegen-wart und zunächst indem Lande, dem anzugehören,sein Stolz ist, die höchste Idee des Rechts inden Institutionen des Privatrcchtcs möglichst re-al i si r t werden könne. Er hat dabei Gegenstände inden Kreis seiner Betrachtungen gezogen, die auch nochandere Seiten haben; er hatte daher diejenige Seiteder Gegenstände hervorzuheben, die für seinen Zweckund nach den von ihm gewählten Gesichtspunktendas meiste Gewicht hatte: es sollte darum nicht dasGewicht der andern Seiten, die der Gegenstandbietet, verkannt werden.
So konnte er also wohl namentlich der Gleich-stellung der Juden im Rechte das Wort reden, ohnedarum verkennen zu wollen, daß auf ihre geistigeAssimilirung und Einbürgerung ebenmäßig undgleichzeitig Bedacht genommen werden müsse. Daßdie Staatsregiernng in dieser Beziehung den Kreisihrer Befugnisse und ihrer Pflichten ausfüllen werde,konnte billig vorausgesetzt werden: unter dieserVoraussetzung aber dürfte allerdings völlige Rcali-sirung des Prinzips der Gleichheit zu Gunsten derBekenner des israelitischen Glaubens zu den An-sprüchen des Zeitalters gehören, und vorläufigeCantelen, deren Bedürfniß sich ergeben möchte,dürften jedenfalls so zu stellen seyn, daß weder derAusbildung dieser Bürgerklasse dadurch eine Fesselangelegt, noch eine schmähliche Herabsetzung desnur zu lange, materiell und moralisch bceinträch-