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Die Ansprüche unserer Zeit an die bürgerliche Gesetzgebung in nächster Beziehung auf die bei der Gesetz-Revision für Rheinpreußen sich ergebenden Fragen
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Daß bei der vorherrschenden Selbstsucht des Men-schengeschlechts und bei seiner Abhängigkeit von denmomentanen und äußern Einflüssen grade der bedeu-tende Grundbesitz, ausgezeichneter Rang und Reichsthuin ein Motiv mehr sür den gewöhnlichen Men-schen seyn muß, bei jedem Glückswechscl dahin sichzu wenden, von wo Ruhe und sicherer, behaglicherBesitz zu erwarten ist, und dem Stärkern sich indie Arme zu werfen, das weifen die unvergeßlichenLehren einer kaum entschwundenen Zeit nach; dennWer, der die Zeit der Fremdherrschaft und desHerrscherwechsels durchlebt hat, hält es nicht inlebendigem Andenken, wie die reichsten Gutsbesitzer,die Ersten und Höchsten in Würden, überhaupt dieBevorrechteten und vom Glücke zumeist BedachtenStand, Würde und die heiligsten Eide vergessend,neuen Ehren, neuen Vortheilen entgegen eilenddem Sieger Weihrauch streuten, dem das zertre*teue Vaterland fluchte, sich anschlössen dem Stär-kern , und, zum verderblichen Beispiel der Mengein Anbicthung ihrer Dienste wetteiferten gegen denVerderber, dessen Macht zu brechen demnächst ei»Werk war, das so schwere Opfer forderte, und einenKampf, in welchem das Blut vieler tausend treuerSöhne des Vaterlandes auf dem Schlacht-felde verrauchte.

Daß unsre Staatsregierung dem bessern Geisseder Zeit mehr wie irgend eine andre Regierungneben ihr huldigt, Wer wollte das verkennen? undwenn auch im preußischen Staate, wie überall, woMenschen denken und handeln, Mißgriffe nicht völ-lig vermieden werden, einzelne Negicrungshand-lungen im Geiste des wahren Systems nicht be-

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