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rohesten Versuchen der nordischenVolker, und in den Gebäuden derChineser, denen die griechische Bau-kunst völlig unbekannt geblieben ist,überall den Knauff an den Säulen.Auch der oberste Theil des Knauffs,der Dckcl, oder die Platte, hat na-türlicher Weise den Ursprung, daßman, um den Knaufs vor der Nässezu verwahren und dem Unterbalkcneine festere Lage zu geben, ein vier-ekigtes Brett oben darauf wird gelegthaben.
Nachdem man angefangen hatteGeschmak in der Baukunst einzufüh-ren, ist der blvs knotige oder beblät-terte natürliche Knauff verziert, unddurch den Meißel regelmäßiger ge-macht worden. Daher entstundenverschiedene Formen und Größen des-selben; und die Griechen, die alles,was zur Schönheit gehört, verfeiner-ten, setzten einige Formen und Ver-hältnisse derselben fest, und eignetenjeder Art der Säule, oder der soge-nannten Saulenordnungcn, ihren ei-genen Knauff zu. Sie hatten dencorinthischen, Mischen und dorischenKnauff; diesen wurden hernach dertoscanische und der römische, oder zu-sammengesetzte, (denn er ist aus Ver-einigung des corinthischen und römi-schen entstanden,) beygcfüget. Alsosind in der heutigen Baukunst fünfArten der Säulen aufgenommen, de-ren jede ihren cigenthümlichen Knauffhat, dessen Form, Größe und Vcr-Hältniß der Thcile in soferne fest ge-setzt sind, daß man sie auch bei) denverschiedenen Veränderungen, diebald jeder Baumeister für sich daranmacht, erkennen kann. Jeder ist indem besondern Artikel unter seinemNamen naher beschrieben worden.Unser deutscher Baumeister Golo-rnann, einer der verständigsten undscharfsinnigsten Männer in dieserKunst, der seine Vorschriften überallaus guten Grundsätzen hergeleitethat, setzet zweycrley Größen für die
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verschiedenen Arten des Knauffs feste.In den niedrigen Ordnungen *) gicbter der Höhe eines jeden Knauffs ei-nen Model, in den höhern aber25 Model.
Knoten.
(Schöne Künste.)
An der Kunstsprache wird diesesWort insgemein gebraucht, um inder epischen und dramatischen Hand-lung eine solche Vcrwiklung zu be-zeichnen, ans welcher beträchtlicheSchwierigkeiten entstehen, wodurchdie handelnden Personen veranlassetwerden, ihre Kräfte zu verdoppeln,um sie zu überwinden, und die Hin-dernisse aus dem Wege zu räumen.Aber der Begriff muß erweitert, oderallgemeiner gemacht werden.
Wir begreifen unter diesem Wortealles, was in der Folge der Vorstel-lungen über eine Sache, eine solcheAufhaltung macht, die eine Aufhäu-fung der zum Theil gegen einanderstreitenden Gedanken bewürkt, wo-durch die Vorstellung lebhafter undinteressanter wird, nach einigemStreit der Gedanken aber sich cnt-wikelt. Bei) unfern Vorstellungenüber geschehene Sachen, oder bcy^Beobachtungen und Untersuchungen,können die Begriffe so auf einanderfolgen, daß uns nichts reizt auf dieArt, wie sie auf einander folgen, oderauf die Quellen, woraus sie entsprin-gen, Acht zu geben. Alsdcnn flies-scn unsre Gedanken, wie ein sanfterdurch nichts aufgehaltener Strohmstille fort. Die Vorstellungskraftwird durch nichts gereizt. Findetsich hingegen in der Folge der Vor-stellungen irgendwo etwas, das unsaufhält, das uns auf die Folge auf-merksam macht; wobei) wir gleich-sam stille stehen, um das Gegenwär-tige mit dem, was folgen könnte, zu
ver-
*) S. Ordnung.