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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
536
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536 O b e Ob l Ochs Oct

O.

Obcrsaum,

(Baukunst.)

* Hst das oberste Ende des.Saulen-stamms, welches einer auf derSäule liegcndenPlarte, die etwas überden Stamm herauslauft, gleichet.Damit er aber nicht für einen vomStamm abgesonderten Theil gehaltenwerde, schließt er sich vermittelst desAblaufs an ihn an, wie aus der imArtikel Ablauf stehenden Fignr zu se-hen ist. Die Hohe des Obersanmcswird in allen Ordnungen von 2 Mi-nuten, und seine Auslaufung 27 biss? T Minuten genommen.

Obligat.

(Musik.)

A5om italianifchcn Obligato. Mannennt in gewissen mehrstimmigenTonstüken die Stimmen obligat, wel-che mit der Hauptstimme so verbun-den sind, daß sie einen Theil des Ge-sanges, oder der Melodie führen,und nicht blos, wie die zur Ausfül-lung dienenden Mittelstimmcn, dienothwcndigen zur vollen Harmoniegehörigen Tone spielen. Die Mit-telstimmen, welche blos der Harmo-nie halber da sind, können weggelas-sen werden, ohne daß das Stük da-durch verstümmelt oder verdorbenwerde; sie können einigcrmaaßcndurch den Generalbaß ersetzt werben.Aber wenn man eine obligate Stim-me wegließe, würde man das Stükeben so verstümmeln, als wenn manhier und da einkge Takte aus derHauplstimme übergienge.

Ochsenaugen.

(Baukunst.)

Ovale Ocffnnngcn, oder kleine Fen-ster, die bisweilen in großen Gebäu-den in den Fries, oder auch übergroße Hanptfenster, zur Erleuchtungder Zwischengeschosse, oder so genann-ten lüiurelols angebracht werden.Wo dergleichenZ'wischengeschosse nichtsind, fallen aus) die Ochsenaugen,die sonst zu keiner der fünf Ordnun-gen gehören, weg. In Pallasten,wo dielüntrelols am nöthigsten sind,ist man oft genöthiget, die Ochsen-augen über die Fenster eines Haupt-geschosses anzubringen. Damit sieaber da keinen Uebelstand machen,werden sie mit den Verzierungen derFenster auf eine geschstke Weise ver-bunden. Am Fries stehen sie ganznatürlich, weil sie da die Stellen derMctopen, die ihrem Ursprünge nachoffen seyn sollten, vertreten *).

O c t a v e.

(Musik.)

Ein Hauptintervall, welches dievollkommenste Harmonie mit demGrundtone hat. Nämlich der Ton,den eine Sayte oder Pfeife angiebt,wenn man sie um die Halste kürzergemacht hat, wird dieOctave dessen,den die ganze Sayte oder Pfeife an-giebt, genennet"'). Die Sayte, wel-che die Octave einer andern angiebt,macht zwcy Schwingungen, in der

Zeit,

*) S. Mctopen.

-") S. Klang.