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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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746
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Q.

Ouaderwerk.

(Baukunst.)

nennet man die Mauern,die von großen, an den Fu-gen tief ausgefalzten Ouadcrstükenzusammengesetzt sind, oder doch soaussehen. Denn auch Mauern vongebrannten Steinen können so mitKalk abgeputzt werden, daß sie wieaus Quadcrsiükcn zchanimcngesetztscheinen. Aber die tiefen Fugenmüssen schon in die gebrannten Stei-ne eingehaucn scyn. Ein Quader-werk an einem etwas hohen Fuß ei-nes Gebäudes, oder wenn das Ge-bäude sehr hoch ist, an dem ganzenuntersten Geschoß, giebt ihm das An-sehen einer großen Festigkeit. Solldas Gebäude sehr maßiv und dochprächtig seyn, so kann man überein Geschoß von Quadcrwcrk ein Ge-schoß von dorischer Ordnung ma-chen. Nach dieser Art ist das sehrmaßive, dabei) aber prächtige Zeug-haus in Berlin gebaut. An demAmphitheater in Verona ist dieganzeunterste Ordnung von Quaderwerk,und nimmt sich gut aus. Die ka-tholische Kirche in Berlin, ein feinesschönes Gebäude, ist von der Plin-thc aus bis an das Gebälke.durch-aus von Quaderwcrk; und die Vor-halle von jonischer Ordnung, mitvielem Schnitzwcrk zwischen denSäulen, sticht nicht zu stark gegendie ganz unvcrzierteMauer von Qua-derwcrk ab.

Quarte.

(Musik.)

Ein Intervall von vier diatonischenStufen, davon zwey ganze Töne

sind, und eine einen Hakben Ton aus-macht; von dieser Anzahl diatoni-scher Stufen kommt sein Name, derso viel bedeutet, als die vicrre Sayrevom Gruudton. Die Quarte ent-steht durch die harmonische, oderarithmetische Thcilung der Occave.Wenn man nämlich zwischen zweygleichstarke und gleichgespannte Say-ten, davon die tiefere i z Fuß, diehöhere 6-Fuß lang wäre, eine dritte,als die harmonisch mittlere'), vonacht Fuß setzet, so klinget diese ge-gen die untere das Intervall derQuinte, und alsdann klinget dieobere, gegen diese mittlere, dieQuarte. Setzet man aber zwischendie Saytcn i z und 6 eine arithme-tisch mittlere 9: so klinget sie gegendie untere die Quarte, die obere abergegen ihr die Quinte. Hieraus ver-steht man, was die ältern Tonleh.rer sagen wollen, wenn sie sagen,durch die Quinte werde die Octaveharmonisch, durch die Quarte arith-metisch gcrheilct.

Das reine Verhältniß der Quartegegen den Gruudton ist nach derLänge der Saylen wie Z zu >: oderkurz, die Quarte wird durch H aus-gcdrükt. Allein da man in der heu-tigen Musik die einmal gestimmtediatonische Tonleiter für jedcnGrund-ton beibehält, so hat die Quarteauch nicht immer dieses reine Ver-hältniß von Z gegen jeden Grundton.Man kann aus unsrer Tabelle derIntervalle ""9 ihre verschiedenen Ver-hältnisse sehen, wenn sie vollkommen,klein, oder übermäßig ist. Von derübermäßigen Quarte, die insgemein

der

*) S. Harmonisch.

**) S. Intervall.