Fz, La Lab L ä ch
La.
(Musik.)
^ij^it dieserSylbc wird nach derAretinischen Solmisacion derletzre oder sechste Ton desHcxachordsbezeichnet; folglich ist La immer dienatürliche, oder diatonische Sextedes angenommenen Grundtones.Nimmt man L für den Grundton an,so bezeichnet La den Ton /); ist Qder Grundton, so wird der Ton 15Mit La bezeichnet *).
Labyrinth.
(Gartenkunst.)
Mit diesem Worte, das von ägy-ptischer Herkunft zu seyn scheinet, be-zeichnet man gegenwartig in Lustgar-ten einen Platz, in welchem vieler-lei) Gange so seltsam durch einanderlaufen, daß man sich schwerlich ausdenselben herausfinden kann. Vorein paar hundert Jahren waren dieLabyrinthe in Lustgarten gemein; itztaber sind sie ziemlich in Verachtunggekommen.
Der Name kommt von einem ural-ten ägyptischen Gebäude her, das sosehr weitläuftig und mit so mannich-faltigen Gängen undZimmern ange-legt war, daß man sich nicht wiederherausfinden konnte, wenn man sicheinmal darin zu weit vertieft hatte.Der Labyrinth in Creta, der durchdcn Theseus so berühmt worden, wirdvon den Alten auch für ein Gebäudeausgegeben, das Dädaluv nach demMuster des Aegyptischen soll aufge-
») S. Eolmisation.
führt haben. Es ist aber wahrschein-licher, daß es eine sehr weirlauftigeBcrghölc gewesen, wie die Bau-mannshöle in Deutschland ist. Warees ein so massives Gebäude gewesen,wie Plinius vorgiebr, so laßt sichnicht begreifen, warum zu den Zei-ten des Diodorus aus Sicilienkeine Spur desselben mehr übrig ge-wesen. Also gehört die Erzählungder Griechen von dem von ihrem ei'- ,stcn Baumeister aufgeführten Laby-rinth in Creta unter die Mahrchen,dergleichen sie sehr viele ausgebrei-tet haben, um ihrer Nation die Eh-re der Erfindung aller Künste zu-zuschreiben *).
L a ch e r l i ch.
(Schöne Künste.)
Aie Dinge, worüber wir lachen, ha-ben allemal nach unserm Unheil et-was ungereimtes, oder etwas un-mögliches; und der seltsame Zustanddcs Gemüths, der das Lachen verur-sachet, entsteht aus der Ungewißheitunsers Unheils, nach welchem zwei)widersprechende Dinge gleich wahrscheinen. In dem Augcnblike, dawir urtheilcn wollen, ein Ding seyso, empfinden wir das Gegenthcildavon; indem wir das Unheil bil-den, wird es auch wieder zerstört.Man lacht bcym Kützeln über die Un-gewißheit, ob man Schmerzen oderWollust empfinde; bcy seltsamen Ta-schenspielerkünsten, weil man nichtweiß, ob das, was man sieht, würk-lich oder eingebildet ist. Wenn ein
Narr
5) S. Künste.