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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
749
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D r u

vorkommen. Weil diese Stüke sogemacht seyn müssen"), daß derBaß auch davon weg bleiben kann,so werden sie, ihrer drcysiimmigcnBeschaffenheit ungeachtet, Duettegcnennt.

Von dem dreistimmigen Satz istüberhaupt anzumerken, daß die Re-geln der Harmonie dabei) auf dasstrengste müssen beobachtet werden,weil bey den wenigen Stimmen jederAnstoß gegen die Regeln empfindlichwird, da in vielstimmigen Sachen,kleinere Fehler durch die Menge derStimmen oft bedekt werden. Eineinziges Stük, wenn es auch nur einChoral wäre, durchaus drcysiimnügohne Fehler zu setzen, erfodert schoneinen ganz geübten Setzer, dem auchdie kleinesten Regeln des reinen Sa-tzes völlig geläufig sind.

Deuter.

(Mahlcrcy.)

So nennen die Mahler gewisse Pin-sclstriche von starken und ganzenFarben, auf den nächsten oder vor-dersten Gegenständen des Gcmahl-dcs, wodurch die Haltung dieserGegenstände bisweilen ihre Voll-kommenheit erreicht. Sie werdenso gencnnt, weil sie die andern Ge-genstände gleichsam zurük druken,indem sie den, worauf sie ange-bracht sind, dem Auge näher zubrin-gen scheinen.

Es geschieht oft, daß ein einzi-ger Pinselsirich einem Gegenstand aufdem ersten oder zweyten Grund desGemähldes seine wahre Haltunggiebt, die mit allein möglichen Fleißdes Colorits nicht ist erhalten wor-den, so lange dieser glüklichc Dru-ker gefehlt hat. Seine Kraft schei-net etwas zauberisches zu haben.Allein um zu begreifen, wie in Ge-mählden, die von einem einzigen be-stimmt einfallenden Licht erleuchtet

*) S. Dutt.

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worden, die Haupthaltung von sol-chen einzelnen Pinsclsirichen abhan-gen kann, darf man nur verschiedeneauf einem Tische liegende Gruppenvon allerhand Gegenständen, die nurvon einem angestcktcn Licht erleuch-tet werden, genau betrachten. Manwird allemal finden, daß die näch-sten durch kleine vorzüglich helleStellen dein Auge ihre Nähe empfin-den lassen. Je weiter ein Gegen-stand entfernt ist, je weniger hat ersolche Lichter oder Schatten. An ei-nem weit entfernten Baum ist dieganze Krone nur eine einzige an Farbegleichförmige und also auch flacheMasse ; ganz nahe zeiget er hier undda vorzüglich helle und auch vor-züglich dunkele Stellen, und so istes mit allen Gegenständen. DieDrukcr sind also diese einzeln vorzüg-lich lebhaften Stellen, da die eigen-tümliche Farbe des Körpers merk-lich höher, als an andern Stellenist, oder wo ein Theil des auffallen-den Lichts, wie in einen Brennpunktgesammelt, die eigcnthümlichc Farbeganz verdrängt und die Stellen ganzweiß macht.

D u e t.

(Musik.)

Ein Tonsink, das aus zwey con-certirenden Hauptstimmcn besieht,es sey, daß sie würklich ganz alleingehört werden, oder daß sie einenBaß und Mittelstimmcn zur Beglei-tung haben; denn in diesem Fallwerden die begleitenden Stimmennicht mitgerechnet, weil die Haupt-stimmen so beschaffen scyn müssen,daß sie eine völlige Reinigkeit undVollständigkeit der Harmonie haben,wenn alle begleitende Stimmen weg-gelassen werden.

Man hat zwei) Arten des Ducts,die merklich von einander unterschie-ben sind. Die eine Art besteht blosaus zwep Hauptstimmen? ohne alle

Legst? -