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1 (1792) [A - D]
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D r a

haben, auf eine so lebhafte, so un-terhaltende und so lehrreiche Art, zu-gleich so natürlich aufdieSchanbuh-nc bringt, daß wir es in der Naturselbst zu sehen glauben.

Bei) den nenern abendländischenVölkern finden sich schon iin zwölf-ten Jahrhundert Spuren von dra-matischen Schauspielen *); und nachdem Bericht des Massel hat ein ge-wisser Albertino Mussaco aus Pa-dua, der im Jahr 1329 in einemhohcnAltcr gestorben ist, zweyTrauer-spiele in der Manier des Seneca ge-schrieben, die einige Regelmäßigkeitsollen gehabt haben "*). Indessen istdie Schaubühne bis in das vorigeJahrhundert fast durchgehends sehrbarbarisch gewesen.

Gcaligec berichtet s) uns, die dra-matischen Schauspiele scheu im sech-zehnten Jahrhundert in Frankreichnoch mit so schlechten Anstalten auf-geführt worden, daß die Schaubüh-ne ganz blos gewesen. Wer nichtmehr unter den redenden Personenstund, wurde für abwesend gehalten.In Frankreich hat man den gutenGeschmak der Aufführung dieserSchauspiele dem Cardinal Richelieuzu danken ss); und alle übrige euro-päische Nationen haben hernach sichnach dem Bepspicl, das Frankreichihnen gegeben hat, gerichtet. Die-ser Minister trug dem Abbe d'An-bignac auf, die ganze Materie vonAufführung der Schauspiele aus denSchriften der Alten zusammen zu tra-gen; und wenn er länger gelebt hat-te, so würde Frankreich vielleicht dieSchauspiele wieder in der Große undPracht gesehen haben, die sie inAthen und in Rom gehabt haben.Aber er starb, ehe der ^bbs sein Werk

-5) Ilsnsulr/choezö clnonoloA. 1160.55) rdescro Irsl, ?. l. p, 4.

's) Uoer, 1. I. c, 2l.

-ss) Und Frankreich hat, was die Auf-führung der Stücke, als wovon hierdie Rede ist, anbetrifft, diesen gutenGeschmak aus Italien erhallen.

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vollenden konnte. Waser über dieseMaterie geschrieben, ist hernach un.tcr dem Titel, Tu llratigne cku tbea»rre. herausgekommen.

Cs fehlt inzwischen unfern Schau-spielen noch sehr viel, um die Voll-kommenheiten der Alten zu haben.Nicht zu gedenken, daß unsre Dich-ter, aus Ursachen, die in die Au-gen fallen, noch sehr weit hinterden Griechen zurük bleiben: so istunsre ganze Veranstaltung zu die-sen Schauspielen, in Vergleichunzdessen, was Athen in dieser Art ge-sehen hat, armselig. Unsre Schau-bühnen sind gegen die griechischennicht viel besser, als Raritäten-kasten, und es ist auf keiner heu-tigen Bühne möglich, irgend einegroße Handlung völlig natürlich vor-zustellen.

Das Drama hat sich in verschie-dene Gattungen zcrtheilct, die Oper,das Trauerspiel, die Comodie unddas Schäserspicl, davon jede wiederihre verschiedene Mittelarten hat,von welchen in den besondern Arti-keln über die Hauptgattungcn aus-führlich gesprochen wird.

-s- -Ä-

Von dem Drama überhaupt ban-deln, in lateinischer Sprache: Oisini-rar. in gus olkcnciirur, peaelkare Lc>»moechzrn acgus VrsZoeäiain inerrc>-ruin vinculis iolvcre» ncc polle iariv,nill inlucs orsriono, nur illiruin lle-corem ac llignirsceln retinal i, aucllo-nellzin inlle volupcatcm, toliclamgusuriliracem percipi, keol. Koni,

Ven, 1600. 4. Rcenopk^lsx, t.Oisl. in guo Lomoelliiz er sUraAvelliissnrig. csrminum utus rcliiruicur.. .^utk. Uue. Lcsronnuz, Ven. 1601.4,--- In italienischer Sprache: Die,in der vorigen Ausgabe dieses Werkes, aufMorhofs Zeugnis, hier angeführt«, aberauch in den Verbesserungen bey dem zwey«tcn Bande schon zurück genommene läe»äel 1°eorro sti Liul, LamiUo, b'ir.

AI) 4 1550.