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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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629
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wattig ein gutes Jahrhundert fürdie deutsche Dichtkunst zu versprechen.Aber der Geist und die Denkungsartdesjenigen Theils der Nation, derdurch seinen Beyfall den DichternRuhm bringen, der den wichtigenEinfluß bei Dichtkunst auf dieGemü«thcr au sich empfinden und weiter aus-breiten sollte wird dieserThcil derNation, ohne welchen die Dichtkunstblos eilte Veschafftigung wenigerLiebhaber bleibet, wird er die ansehenncndenHoffnungen in Erfüllung drin«gen? Wird ein feineres Gefühl desSchonen und Guten bey dem ansehn-lichsten Thcilc der Nation so allge-mein werden, wie das Gefühl vonGalanterie und Artigkeit, ritterlicherEhre und Tapferkeit in den Zeitender schwäbischen Dichter gewesen ist?Werden unsrc Dichter diesem Theilder Nation wichtige Männer sepn?Werden wir Dichter sehen, die esnicht deswegen sind, weil ihr nochjunger Geist von den Schönheitender Alten zur Nachahmung gereiztworden, sondern von dem Geiste ge-trieben, der einen Homer, einen So-phokles, einen Curipidcs zu Dichterngemacht, und der dem Horaz seinestarken Oden an das romische Volkeingegeben hat *)? Diese Fragenmuß die Zukunft beantworten.

-H-

Ausser den, die eigentlichen Regeln derDichtkunst enthaltenden, und de» dein fol-genden Artikel angezeigten Schriften, han-deln, von der Poesie überhaupt; von ih-ren LLigcnhciten und Wirkungen anund für sich, oder in Derglcichung mitden übrigen schönen Künsten; von ihrerUcberoinsiiininung und Aehnlichkeitmit den letztem; von ihrer Verbindungmit den übrigen Wissenschaften, ihremWnflusse auf diese, u. d, m. unterden Griechen: Plato, an einzeln Stel-len, vorzüglich in dem ztcn und lotenB.s. Republik. Daß er, obgleich sehr un-

*) I.ib.III. od. z.U.6. epocl.?. U> >6.

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schuldiger Weise, zuerst die Veranlassunggegeben, die Poesie als Nachahmung zuerklären, erhellt aus diesen Stellen sehrdeutlich. Sic enthalten, indessen, nichts,als allgemeine Bemerkungen, aus wel-chen P. Beni eine vollkommene Poetik(plaronia Loeries, ex OialoZis col-leNa ) zu machen gesucht hat. Seine»rtheile über die Dichter überhaupt oer->anlaßtcn mehrere Schriften, als proT^rce poer. Orario von Jvh. CaseliUS,idotkocki. 1568. 4. blamb. >618. 8-ldcdinrcgra?.ione de'Loeri, di paganLaudenrio, Llor. 1640. 4. Lenc!»menz de plaron tue is Poesie, vonCouture, in dem iten Bde. der ödem,clc Ibgead. dex Inicripc. und die tiisi-sierrarion tue I'ukage gue Piaron kairdes pocres, (ob gleich diese Abhandlungeigentlich nichts von des Plato Mepnun-gcn über die Dichtkunst enthält) von Fra->guier, ebend. im ztcn Bde. Auch gehörthicher im Ganzen noch das Lxamcn cau-Parum eue siudia libcralium arrium,inprimisczue Poeleos a pbilolopliis ve»rer. nonnullis aur nevleöka sur im-puZnaia siuerinr, keclc, bipsi.>785-4. Plutarch; seine Schrift, wiedie Dichter zu lesest, und bey der Erzie-hung zu gebrauchen sind, ist bc» dem Art.Bicktcr, angezeigt. In latei-nischer Spracht: sixercicar. de maruramed!» Poeleos iurerpbilosi er klitkor.Kuök. lo. Q. ödiiller, lena 1707.4.lärrum de poetica rette zudieare polsirczui nun poera, Olik. Leb. Korrbolri,Kilon. >708. 4- l)e umbra pocri»es, Dill. III. söutt. L. Lorrl. Loden,Vir. 1765. 4. ttrrit'sx ca guüe tibinon convcniuur singeus > poecae mo-nicor, von ebcitd. Vireb. 1767. 8De elocurionis poeric. discura, lcr.L. I. Oani, ltal. >774- 4- sikuidpoesi pbilolopbia debear, Töutk. p. I.Lstva. Dpi'. >78ß. 4. In italie-nischer Spräche: Lonsiglio adunZio-vane, poera, del L. Lbcrlolc, dlsp.>778. 8. In französischerSprache: ve la Poesie er de ton ge-nie, der 2tc Th. des Lei - btgric, p.

Nr z Lrane.