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allegorischer Wesen vorgestellt, finden da ihren Platz. Aber jeder Lieb-haber nehme sich in Acht, solche Ar-beiten einem gemeinen Künstler auf-zutragen; denn dazu wird jedes Ta-lent des Mahlcrs in einem hohenGrad erfodert.
Der größte Zeichner wird in die-ser Gattung nichts erträgliches ma-chen , wenn er nicht ein sehr großerMeister der Perspektiv ist; zumalda die gemeinen Regeln der Perspek-tiv hierzu nicht ganz hinlänglich sind.Die gewölbten Dcken erleichtern dieperspektivische Zeichnung sehr, undfind dabcy zu solchen Gcmahlden vor-züglich bequem. Wenn man den Au-genpunkt mitten im Gewölbe nimmt,so kann die ganze Dcke mit einer ein-zigen Vorstellung angefüllt werden:in jedem andern Fall aber muß dieDcke in verschiedene Felder einge-theilt, und jedem seine eigene, füreinen besondcrn Standort gezeich-nete, Vorstellung gegeben werden.Fürnehmlich ist dieses bcy sehr gros-sen flachen Dekennothwcndig. Dennwer auf einer Deke, die achzig oderwol hundert Fuß lang, dabey nuretwa zwanzig bis 2g Fuß hoch ist,nur ein einziges Gemahld anbringenwollte, müßte nothwcndig die vondem Augenpunkte entferntesten Ge-genstände fo sehr verzogen vorstellen,daß sie außer dem Gesichtspunkthöchst unförmlich erscheinen würden.Dieses wird allemal geschehen, wennauf dem Gcmahlde Gegenstände vor-kommen, die weiter von dem Augen-punkt abliegen, als die Höhe desZimmers betragt. Also ist wegender Anordnung und Zeichnung derDckengemahlde sehr viel mehr znüberlegen, als bey irgend einer an-dern Gattung. Eben dieses gilt auchvon den Farben, die in den Deken-gemählden nach einer eigenen Artmüssen behandelt werden. Es wärewol der Mühe Werth, daß die Re-geln der Kunst, blos in Absicht auf
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die Dckengemahlde, in einem belsondern Werk vorgetragen würden.Denn wenn irgend ein Thcil derKunst mit Genauigkeit will siudirtseyn, so ist es dieser, der überhauptfeinen eigenen Mann erfodert.
Von der Deckcnmahlercv handeln, un-ter mehrcrn, taircsse, im loten -Buch,Kap. 1.9 seines großen Nahlerbuches, imztcn Bde. S. 144 der Ausg. von 1785. —G. H. Werner, in der Anweisung alleArten von Prospecten ... von selbst zeich-nen zu lernen, Ers. 1781. 8. — Auchsagt Armenini, in s. Veri prccccri stell»pirrurs, l >!b. III. c. IV. S. 9Z. Von.16ZL. 4. etwas darüber. —
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(Zeichnende Künste.)
Ein an öffentlichen Platzen stehen-des Werk der Kunst, das als einZeichen das Andenken merkwürdigerPersonen oder Sachen, bestandig un-terhalten und ans die Nachwelt fort-pflanzen soll. Jedes Denkmal solldas Auge derer, die es sehen, aufsich ziehen, und in den Geinüthernempfindungsvolic Vorstellungen vonden Personen oder Sachen, zu de-ren Andenken es gesetzt ist, erweken.Zu dieser Gattung gehören also dieGrabmaler, die Statuen verdienst-voller Personen, Trophecn, Triumph-bogen, Ehrenpforten, und solcheWerke der Baukunst, auf denen diezeichnenden Künste mit der Nachweltsprechen. Da der vornehmste Zweider schönen Künste, in einer lebhaftcu und auf Erwekung tugendhafterEmpfindung abzielenden Rührungder Gcmüther besteht: so gehören dieDenkmaler unter die wichtigsten Wer-ke, und verdienen daher in eineernsthafte Betrachtung gezogen zuwerden.
Seit dem die Schrift erfundenworden ist, scheinet eine an öffentli-che»