Druckschrift 
1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
589
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Cor Cou

C o r r i d o r.

(Baukunst.)

Ein langer und schmaler Gang ineinem Gebäude, der längs einerReiche von Zimmern liegt, damitjedes einen desondcrn Ausgang da-durch gewinne. Er dienet also bloszur Bequemlichkeit der einzeln Aus-gange aus den Zimmern, und wodieft nicht verlangt werden, da ister uimöthig. In Hospitalern, Clu-stern und überhaupt solchen Gebäu-den, wo jedes einzelc Zimmer fürsich einen Ausgang haben muß, sindsie unumgänglich nothwendig. Ingemeinen Wohnhausern, oder Pal-lästcn, sind sie deßhalb unbequem,weil dadurch die Zimmer zu frcy aneinem Gange liegen, wohin jeder-mann kommen kann, so daß manin den Zimmern weder sull noch ein-sam genug seyn kann.. Kleine Cor-ridore, die nur hier und da einigenZimmern besondere Ausgange ver-stärken, sind sehr bequem und gehö-ren mit unter die Dinge, aufweicheein Baumeister bcy der Anordnungder Gebäude am allcrsorgfältigstenzu sehen hat. Sie müssen aber soverfielt seyn, daß nicht leicht Frem-de, oder Diebe, die sich in ein Hauseinschleichen möchten, dahin kom-men können.

C o u r a n t e.

(Musik.)

Ein ursprünglich zum Tanzen ge-machtes Tonstük, das aber auchblos für Instrumente gesetzt wird,fürnchmlich in der neuen Zeit, dader Tanz, welcherLonranre gencnntwird, abgekommen ist. Es wirdin 5 Takt gesetzt, mit zwey Wieder-holungen. Seinen Charakter setztMatthcson in dem Ausdruk eineshoffnungsvollen Vcrlanges, undversichert diesen Charakter in einerMenge Cöurqnten, von verschiede-

Cup 5L9

nen Verfassern, bestimmt bemerkt znhaben ").

Cupel.

(Baukunst.)Äom italienischen Cnpola. EinGewölbe, welches das Dach überein rundes Gebäude ausmacht. Vie-le Tempel der Alten waren rund,und konnten also nicht wol andreals halbkugelrunde, folglich gewölbte,Dächer haben; also ist der Cupcl ei-ne Erfindimg des Alrerthums. Wieüberhaupt die runden Gebäude inAnsehung der Figur die schönstensind, so sind auch die Cupeln dieschönsten Dacher. Etliche hohe Ge-bäude mit Cupeln geben von wei-tem einer Sradt ein großes Ansehen,welches durch die Menge der hohenspitzigen Thürme nie zu erhalten ist.Es scheinet, daß die elliptischeForm, da die Höhe der Cupcl ihreBreite in etwas übertrifft, nichtnur wegeu des angenehmern An-sehens, sondern auch wegen dergrößern Festigkeit des Gewölbes,der Form einer halben Kugel vorzu-ziehen sei).

Die Cupel wird aber nie ganz zn-gewölbt, sondern gegen den Schei-tel offen gelassen, damit das Lichtdurch diese Oefuung hinein falle.Diese Oefnung bleibt entweder ganzunbedekt, wie in dem eheiualigenPamheum in Rom, itzt Sca. Ma-ria Rotonsa genannt, oder es wirdaus dieselbe noch ein kleines an denSeiten offenes Thürmchen, dem manden Namen einer K.arerne gicbt, dar-auf gesetzt.

Inwendig werden die Cupeln, ent-weder durch eine schöne Einthcilungin Felder, und Anbringung verschie-dener verguldetcr Zicrrathen, wie dieCupel der eben erwähntenRotonda"),

oder

*) S. Tänze

") S. lies cz-mästs lsz pluz bssnx bli-limeui äs Kome.