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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
550
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wie Riecoboni und Flügel (a. a. S.) ihndarstellen. Ich will übrigens noch be-merken, daß eben der Cosmc, aus demvon Lcssing in der Dramaturgie, ange-führten Graf Esser, welchen C. F. Flü-gel (Gesch. deö Grotcskekom. S. 8z) zudem besondcrn Hanswurst der Spaniermacht, nichts, als der Gracioso diesesStückes iss- Dieser hat immer in jedemStücke seinen eigenen Nahmen; und sowie er hier Cosmc heißt: so heißt er inandern Stücken anders, bald Tarugo,bald Fabw, bald Bustos, bald Tabaco,bald Alarve, bald Clarin, ü. s. w. Gra-xivso ist bios ein theatralischer Beynahme,welchen Hessing durch Hanswurst zu über-setzen , oder so zu benennen, sehr Rechthatte, den aber Flügel nicht, wie erthut, von dem Gracioso hätte unterschei-den sollen. Eine andre, stehende, obgleichseltener vorkommende komische Person die-ser Art ist der Vpjete. Die Grundlageseine« Characters scheint Treuherzigkeit,und hicbhabcre» der Flasche zu sey». Schondie Benennung zeigt, daß es die Rosteeines Alten ist, und folglich ist er dennauch immer weniger, als der Gracioso,in die Verwickelung des Stückes einge-flochtcn, In den Zwischenspielen hat er,indessen, öfterer die wichtigste Roste. Dievornehmen Alten heißen auch Larba.Oer Gallega, eine andre Person dieserArt, ist ein Gallicnchcr Einfaltspinsel,welcher, nach einem, erst aus der Pro-vinz in die Hauptstadt gekommenen Be-dienten gebildet zu scpn scheinet, diesemgemäß noch nicht in vornehmen oder rei-chen Häusern dient, und übrigens nochseinen gastieischcn Oiaiect hat. Drit-tens haben viele Stücke ihre eigenen Pro-logen, (Bc-gz) welche sehr oft ganz ei-gentliche Vorspiele sind, d, h. ans Ge-sprächen zwischen mehrern,' und öfters,allegorischen Personen bestehen. Sie ent-halten daö, was man gewöhnlich dicLx-j-viftian, oder Ankündigung, wie esH. Sulzer übersetzt hat, nennt; oderschei»pen doch, ursprünglich hiczu vorzüglichbestimmt gewesen zu scynz und da nunhiedurch gste Erzählung in den Stücken

vermieden wird, und diese also gleich mitder Handlung anfangen können: so läßtsich ihrer Einführung keineswcges allerWerth absprechen. Indessen sind sie dochsehr aus der Mode gekomnicn; und auchwohl nicht immer, auf die eben angezeigteArt, mit dem folgenden Stücke, verbun-den gewesen. Ferner wird es gewöhn-lich, als eine Besondcrnheit der spani-schen Bühne angesehen, daß sie sehr vieleStücke von zwe», drc» und mehrcrn Ver-fassern hat. Aber nicht blos hier, son-dern auch in Frankreich und England ha-ben öfters mehrere an einem Stücke gear-beitet; und das einzige, was vielleicht denSpaniern hierin besonders zukommt, ist,daß es Stücke gicbt, z. B. Li lle^ ^l.stoni» et lexro, und la congenita cieVolecko, welche das Werk von acht,und andre, als -ürauco elomaäo, wel-che das Werk von neun Dichtern zugleichist. -- Was die Eigenthümlichkciten desächten spanischen Theaters anbetrist: soweiß ich solche nicht besser, als mitG. E. Hes-sings Worten (Lramat. lV I.XVIII.) zubezeichnen:Eine ganz eigene Fabel,eine sehr sinnreiche Verwickelung, sehrviele, und sonderbare und immer neueThcatcrstrciche; die ausgespartesten Si-tuationen; meistens sehr wohl angelegteund bis ans Ende erhaltene Charactcre,nicht selten viel Würde und Stärke imAusdruck/' Freplich muß ich aber auchnoch mit ihm hinzu setzen, daß dadurch sehrviele spanische Stücke, zum Theil roman-haft, abcntheurlich, unnatürlich gewor-den , und daß llcbertrcibungen aller Artauf dem spanischen Theater nicht seltenselten find. Nicht das, nach Maßgabeder Umstände, und der Anlage des Stü-ckes, wahrscheinliche, nicht cinmahl im-mer dag mögliche, sondern nur, wasdurch llebcrraschung vergnügen, was eineigentliches Schauspiel bilden kann, scheintder Zweck der spanischen komischen Lich-ter zu scyn. Natürlicher Weise hat da-bei) Charactcrcntwickclung und Schilde-rung wegfallen, und zugleich, ungeachtetalles ErstndUngSgeistes derselben, Einför-migkeit in die Verwickelungen gebracht

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