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Zwar gedenk Aristoteles (?oer. c. 5.)ausdrücklich des Epicharmuö und Phor-mis unter den Siciliancrn, und des Kra-teS unter den Athenienscrn, als der Er-finder dessen, was die Handlung der Ko-mödie, oder die Fabel derselben, heißt;und Suidas und der noch ungedruckteLommcntator des Thrac. > Dionysius (s.Ii. Lcnrleii Opulc. pkilol. b.ipb. 178!.L- S. 257 u. f.) nennen den Susarionvon Megara als Urheber Per Koinödie;allein wahrscheinlicher Weise waren mitjenen Erzählungen von lächerlichen Vor-fällen , und mit jenen Verspottungen vonandern, schon Nachmachungen deu-Thor-heitcn und Gebrechen derselben, in sofern sich diese sinnlich machen ließen, ver-bunden; und hiemit war der erste Schrittauch zu der Bildung dieses Drama gc-than. Der zweyte mußte nun von selbstbald erfolgen. Es war sehr natürlich,daß diejenigen, welche bis jetzt nur lä-cherliche Vorfälle von andern erzählt hat-ten, diese endlich von sich selbst erzählten,oder sich selbst zuschrieben, und so diebloße Erzählung in das ungefähr, waswir jetzt Monolog nennen, oder sich selbstin diejenige Person verwandelten, welchesie lächerlich machen wollten. Oer Vorfallwurde dadurch anschaulicher, und mußtefolglich mehr Vergnügen erwecken. Daßsich dieses vollkommen mit den Fortschrit-ten des Drama überhaupt verträgt, siehtman noch an der Art und Weise, mitwelcher sich die Hekuba, die Phönizierin-nen , die Bachantinnen, und a. St. m.des EuripideS cröfnen. Wenn auch dasvollkommen von diesen Eröfnungen gilt,was Hessing (Oramat. dW. 48 und 49 )behauptet hat: so zeigen sich doch sicht-lich die ersten Anfänge der dramatischenKunst darin. So gut, wie Polydor, z. B.die Zuschauer berichtet, woher er kommt,und wie er dahin gekommen ist, u. s. w.eben so gut konnte auch eine andre Per-son cincjgan;c, lustige oder lächerliche Ge-schichte von sich den Zuschauern mitthcilen ;und brachte diese Art der Erzählung schondem eigentlichen Drama näher, wenn siedie, jedem darin berührten Vorfall ge,
mäße Empfindung immer auszudrücken,und diejenigen, welche sie darin redendoder handelnd einzuführen genöthlgt war,oder einzuführen für gut fand, durch Gc»behrde und Ton der Stimme nachzuma-chen suchte. Genug, daß dadurch alleinbegreiflich wird, wie daS Drama, an-fänglich, nur Einen Schauspieler haben,oder nur aus Einer Person bestehen, unddoch schon Drama heißen konnte. Auchwissen wir aus der Art und Weise, wie,5. B, vordem die Passion in der christli-chen Kirche abgesungen wurde, und wie,dem Loubcre zu Folge (Ocicripc. äucic 8iam. SVnsl, 1714. 8,2 B.) die Chinesische Komödie gespieltwird, daß Erzählung und Drama sichvereinen lassen, und bei) rohen Völkernimmer mit einander vereint sind. Undwie hätte denn auch erst KrateS die Ko-mödie in dramatische Form gebracht, wenndie Erfinder der komischen Masken, undPrologen, so wie diejenigen, welche zu-erst mehre komische Schauspieler einführ-ten, unbekannt waren? Noch mehr er-hellt dieses aus dem , was Aristoteles vondiesem Dichter selbst sagt. Er soll zu-erst von der jambischen Art der Komödie,'Sc-c) abgegangen sepn; undwenn man nun auch nicht aus einer an-dern Stelle in den Schriften des Philoso-phen (De kcpuizl. l,ik>, VII. c. 17.)wo, Jamben und Komödien zu sehen,den Knaben untersagt wird Sc
räcschließen will, daß eS,noch zu seiner Zeit, eine besondre dra-matische Llchtart, Jamben genannt,gegeben habe: so läßt jener Ausdruck, imZusammenhange, sich wenigstens doch nichtauf daS, was sonst auch durch Jambenbezeichnet wirb, auf bloße Satirc ziehen.Ferner soll Kratcs den Jnnhalt und dieFabel der Komödie zuerst allgemein ge-macht haben -io,c, xSz/01/5 H; folglich muß diese Fabel, wenner eine solche Veränderung mit ihr vor-nehmen sollte, denn doch vor ihm schonda, oder die Thorhciten und Gebrechen,welche verspottet wurden, müssen schon,
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