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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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nannten. Diese Dichtart, deren H. Sul-zer gar nicht gedacht hat, soll, den Ita-lienischen -tumirichtcrn, so wie dcni Me-nage (Oist. er^mol.) zu Folge, ihreBcnennunj vonlczancira (Heerde, Haufe)erhalten heben, und hieß auch öftererManSrials. So viel ist gewiß, daßihr Innhah, ursprünglich, ganz landlichwar. Dom, in s. Werke Idclle Vlcl»-äic. sagt, unser mehrern, S. izez ans-drüklich: ^laftri-ül! . . . in con.' Mü-rel i-ilc, citt e liumil! e vill coiiiponi-mcnri -,'nlavüno. Ob es aber, wie ei»neuerer esglisder Kunstrichtee (kc-tieer-snn. Vn rd.e line ^-re, S. Z4Y.) will,aus dem Provenzalischcn Oetcarft, wel-ches inderlftift. licc. stes ft'rvubwäourü,B. i. S. gn. nne compossri'vn ft'unecerroine cliverliee er varisrlnn äünz Iscdsnr (vcrgl. mit ErrseimbeniS istorisUells v.>I°ür pvei!s. B. S. 187. Ausgvon 17Z0) genannt wird, »entstanden, undob das sl-ftenrft, wie Onadrio (Lr-ir. eizA. ?nel>s, Vvl. II. I^il>. z.

S" Z20) behauptet, scdon in so fern einecig-ntllchc Cantate geivcsen scp, als es,aus ueckdledenartigen Ärleu bestanden ha-be, karn lc!) um desto Minder bestimmen,da es in der gedachten lftist. 6es l^roul,.a. a. O. an ocnra ?omp»l!rion in»connue heißt. Das Madrigal leibstbestand, ursprünglich, der Form nac» ausfünf oder acht bis eilf oder sechzehn Zei-len , deren bünge und Reime aber nichtbestiiiint gewesen zu sepn schcincn. ZZiov.B Stwzzi der ältere machte es ganz ee-gelsee» und es erhielt verschiedene Ge-stalten so wie man verschiedene» Inn-Halt !uzu nadm. Die länger» nannteman Äadrigaiissen, und diejenigen, wel-che eristhaften Jnnhaltes waren, Madri-galonei Auch gab es VinäriAali a Oc>-r»ns > welche aus achtteiligen Stanzenbestandl», deren zweyte sich mir dem letz-ten Vesc der erster» anfieng, und derenlel-te sih mir den, ersten Vene der erster»endigte. Die Dichter, welche deren ge-schriebei, sind, be» dem Qnadriv (a. a.O. S- ßs u. f.) angezeigt; und besondreAnweismgen dazu haben, unter mehrern,

Fil, Massini, in s. ftc^ions, ?eruz.r;88. und Giov. B. Strvzzi der jüng.IN s, Orarioni e fteiiiono, l6z^.

8-gelicserc» I» Musik ivurden sie schonfrühe gesetzt. Natürlich war von derPoesie der Neucrn, eben so wie von derPoesie der Alten, bep ihrer Entstehung,der Gesang mizertrennlich; O.uadrio (a.a. O S. Z2i) führt schon eine dergleichenCvniposirion voui I. izoo an. Aberfeeplich scheinen Vorzugsweise nur die sogenannten tSailaie ursprünglich eigentlichgeietzr worden zu sepn; und die Italieiierschreiben dem elfter» tzorenzo de' Medieidas Verdienst zu, die besondre Eomposi«tlou mehrerer lprisipcr Dl.i'tNiigsarteltveranlaßt zu haben. Nun standen Dich-ter auf, welche, blos zu diese!» ZweckeGedichte verfertigten. Ein Verzeichuißvon den musikalischen Compositionen d e-selben findet sich bei) dem Quaario (a. a.O. S. Z22 u. f.) und unter diese» sindnicht wenige Sammlungen von Madriga-len, deren älteste vom I. ,567 ist.Derdabep gcbeauchte musikalische St»!," sagtAeteaga (in der Geschichte der Italieni-schen Oper, B. >. S. 044. Änm. 80. d.d. Urbcrs.)war ursprünglich ein takt-müßiges Reeitariv. Nachher wurde ceaber gesangreicher, und verwaudeltr sich.endlich gar in einen sehr ausgearbeitetenougrnstpl. Die Motetten sind geu'isscrMaßen an dessen Steile getreten. DieArt de» Madeialgelanges wurde so garauf Instrumente übergetragen; daher,findet man aus dem iSten und >7tenIahrh. auch Madrigale für die Orgelund andre Instrumente." Und, ebendieser Scheiftstellee glebt, a. a. O. S .240mehrere Na- richten von dem Fortgangdieser musikalischen Eomposttionen. Auchhaben wie, unter eben dieser Aufschriftdergleichen, wovon ich nur Gco. lud.Agrieoias Geistliche Madrigalien, Gotha>675. t. anführen will, und eben so ha-ben wie von Casp. Ziegler eine Schrift,von den Madrigalen, wie sie, nach derItalienischen Manier, in unseer Spracheauszuarbenen, nebst etlichen Epempeln,Witt. >685- 8. erhalten.

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