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Werk des Quanz nicht völlig gelehrt wird,lnlhmli'ch die Bestimmung des Verhält-nisses, wie eine Musik zu besetzen ist, fin-det sich in dem Art- Orcbcüre des Rons-scauschen Wörterbuches und der Lue^-
clopt.Vie.
Bestätigung.
(Beredsamkeit.)
Ein Haupttheil einer lehrenden Re-de , in welchem der Hauptsatz dersel-ben, alSnngczwcifelt dargestellt wird.Die Absicht jeder Rede von dieser Artgeht allemal dabin, daß das Urthcildes Zuhörers festgesetzt werde. DasUrtheil betrifft entweder die Würk-lichkcit einer Sache, oder ihre Be-schaffenheit. Es gicbt also zwey Ar-ten von Hauptsätzen in untersuchen-den Reden. Entweder wird darinndie Würklichkcit einer Sache behaup-tet oder geleugnet; oder es wirdvon einer Cache, deren Würklich-keit ausgemacht ist, eine gewisse Be-schaffenheit behauptet, oder diesewird ihr abgesprochen. In HeydenFallen müssen Gründe angeführt,Gegcngründe widerlegt, und Zwei-fel schoben werden; dadurch wirdnämlich der Hauptsatz des Rednersbestätiget, und dcßwegen heißt derTheil der Rede, worinn dieses ge-schieht, die Bestätigung.
Sie ist demnach der vornehmsteTheil solcher Reden; der, woraufalles ankommt. Zur Bestätigunggehören die Beweise, die Wider-legung der Gegenbeweise und He-bung der Zweifel. Von jedem Stükwird iil einem bcfondern Artikel ge-sprochen.
Bewegung.
(Schöne.Künste.)
Ast einer der Gegenstände der schö-nen Künste, so wie der Ton, die Far-ben und die Finger. Die Tanzkunstgründet sich größtentheils auf Bewe-
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gung, die Musik ahmet sie glüklichnach, und in den zeichnenden Kün-sten kommt viel schönes von derVor-stellung der Bewegung her. Das Ei-genthümliche der Bewegung sind dieverschiedenen Grade des Langsamenund Geschwinden, und darinn alleinliegen schon Gründe, wodurch dieBewegung der Schönheit fähig wird;weil dabcyMannigfaltigkeit und Ab-wechslung bey der Einförmigkeitstatt findet. Wir haben an einemandern Orte *) angemerkt, wie ausder bloßen Bewegung etwas entste-hen kann, das mir dem raktmaßi-gcn Gesang eine Aehnlichkeit hat.Wenn man in der Bewegung ein ge-wisses Zeitmaß zur Einheit annimmt,so sind die Grade der Geschwindig-keit, wie Glieder eines Ganzen an-zusehen; die Zeit, in welcher die Be-wegung geschieht, und der Raum,durch welchen sie geschieht, könnenals das Ganze angesehen werden,welches aus sehr mannigfaltigen ver-bundenen Theilen besteht, und alsoder Schönheit fähig ist.
Alle Handlungen der Seele führenden Begriff der Bewegung mit sich;nicht nur die, welche wir Gcmüths-bcwegungen nennen, sondern auchHandlungen ohne Leidenschaft. Da-her kann die Bewegung zum Zeichenoder Ausdruk dessen gebraucht wer-den, was in der Seele vorgeht. Hier-in» liegt der Grund eines großenTheils der Kunst, die Leidenschaftenund andre GemüthsfassuNgeu durchden Takt in der Musik und in demTanz auszudrüken.
Es ist aber hiebey anzumerken, daßdie Bewegung allemal den Begriffder Figur mit sich führe. Denn dasie nothwendig nach gewisse» Liniengeschieht, so kann eine sehr verän-derte Bewegung den Begriff einermannigfaltigen Figur erweken. Ebenso kann im Gegentheil die bloße Fi-gur
S. Takt.