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überzeugen, so niinmt sie ihre Be-weise aus der Natur der Sache, oh-ne Spitzfindigkeit; sie zerstreuet dieNebel der Unwissenheit und des Vor-nrtbeils; benimmt dem Falschen denSchein des Wahren, und reiste demBosen geradezu die Larve des Gu-ten mit Gewalt ab. Sic fühlt denGrad der Wichtigkeit ihres Gegen-standes, und überläßt sich dein Ge-fühl des Wahren und Guten; siegiebt keiner Sache mehr Gewicht oderWürde, als ihr zukommt. Aus je-ner Empfindung entsteht der Gradder Lebhaftigkeit und des Feuers,womit sie an die Gemüthcr dringet.Die Ucberzeugung sucht sie nicht zuerzwingen, noch die Rührung durchUcbertaubung zu crwckcn. Da siesich dem Gefühl ihrer Vorstellungenganz überlaßt, hat sie selten nothig,den Ausdruk zu suchen; die Wortefließen in vollem Strohm sanft oderheftig, lieblich oder ernsthaft, schlechtund einfach, oder hoch und erhaben,wie die Natur der Sache es erfodert.Wer ihre Rede Hort, vergißt denAusdruk, sieht und empfindet nichts,als die Sachen; seine Aufmerksam-keit wird niemals auf den Redner,sondern unaufhörlich auf die Sachengeleitet.
Nach derNatur ihresJnhalts unddem Charakter der Zuhörer ist sie bis-weilen philosophisch, gelehrt, und inihren Schritten genau abgemessen ^)z
*) dlorum (pdilolopdorum) Oratio ns-qne nervös necpie aculeos orsrorios«c sorenies Hader. I.oczuunrur cum6oÄis > guorum leciare animos nul-luni rzuam incirare. Lic cle rebusplacaris sc ininime curdulcnris lla-cencii caula nun capiencli loguunrur:ur in co ipso, <zuoli cieleÄzrionem ali-,^»gni clicenrii aucupenrer, plus non-nullis lzuam necclle lic kacere viclesn-rur. Olcero in Orar. So dachte oh-ne Zweifel Dionys« us ans <snlicac-nassus, dce den Phckdon des Plato ta-delt, daß die Schreibart nicht philo-sophisch genug scy.
oder populär, mehr sinnlich, weni-ger gelehrt, und sucht die Vorstel-lungskraft und Empfindung zugleichzu rühren "); nur sophistisch undausschweifend ist sie niemals
In dieser Kunst werden viele undgroße, sowol angebohrne, als er-worbene Gemürhsgaben erfodert, diean einem andern Orte in nähere Be-trachtung gezogen worden f). Vonden Mitteln aber, wodurch der Red-ner seinen Vorstellungen die Kraftgiebt, wird in dem Artikel, Rede-kunst, gehandelt.
Man kann der Beredsamkeit denersten Rang unter den schonen Klein-sten nicht absprechen. Sie ist offen-bar das vollkommenste Mittel, dieMenschen verständiger, gesitteter,besser und glüklicher zu machen.Durch sie haben die ersten Weifen diezerstreuten Menschen zum gesellschaft-lichen Leben versammelt, ihnen Sittenund Gesetze beliebt gemacht; durch sie
sind
") Uli iZittir kasc facultas in e«, gucmvolumus cluguenrem eile, ur äcknnsrem voiiir, neque ig taciar kam pres-le er anzulie, <zi,am in iNiz crurliril'»limis ciilpurarionidus keri toler: lcclcum explanarius, rum eriam ukeriuser scl commune mciicium populärem»que inrellixcnriam scconnnociarius—cum res potiulsbir, ^enus univerlumin species cerras, ur nulla neque prae-rermirrarur neque reciunlier, parrierurac riiviNcr. Idici.
"1 Omnes eosiiem volunr klares, quozOraror aclioder in csullrs, perscqui.Zell hoc clitierunr, quoci, cum 5ir pro.poiirum, non pe> rurdare animos seitplacare porius» nec ram p-isuaclersquam äeleÄare, er apcrrius iä fa»ciunc quam nos er crein jus; concin»nas magis senrenrias exquirunc, quaurprokadiies. r^re laepc «lisceiiunr, in-rexunr kabulas, verde apernus rrans-ferunr, egqu» ciilponnnr ur piÄoresvariersrem colorum, paria psridus re»terunr, aciverla concrariis > hzepishmsslmilirer excrema Nckniunc. td. Andieser Beschreibung wird man nochitzl die Beredsamkeit einiger sranzbsi?schen Scribenten erkennen,ff) S. Redner.