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bequemlichkeit mit sich, daß das Ge-bäude dem Wind und Wetter allzu-sehr ausgesetzt wird. Eine mittel-maßige Hohe und trokenc Lage ist diegesundeste und angenehmste. Vor-nehmlich ist auf einen guten Abflußaller Unreinigkeitcn wol zu sehen.Landhauser sollen, wo möglich, nichtauf ebenen und von Baumen ent-blößten Feldern angelegt werden;denn die Kunst kann den Abgang derMannigfaltigkeit, des Schattens,der kühlenden Gewässer, niemalshinlänglich ersetzen. Auch ist bei)Landhäusern auf die Fruchtbarkeitdes Bodens hauptsächlich zu sehen,damit die Gärten und Büsche, dieallemal bcy einem solchen Hause scynmüssen, zur gehörigen Schönheit kom-men können.
In Städten ist bcy großen öffent-lichen Gebäuden die Wahl des Ortswichtig. Sic sollen ans freyen undgroßen Plätzen stehen, wo man sieübersehen kann, und wo der Zugangvon allen Seiten leicht wird. Narh-hauser und solche Gebäude, wo jedeClasse des Volks tägliche Geschafftehat, sollen, so viel möglich, in derMitte der Städte gesetzt werden.
Ein großer Theil der Bequemlich-keit, besonders in freystehenden Ge-bäuden, hangt von der Stellungderselben gegen die Himmelsgegen-den ab. Hauptseiten, an denen die> vornehmsten Zimmer sind, müssen,so viel möglich ist, von Windenund einschlagenden Regen abgewen-det, auch vor der großen Sonnen-hitze verwahrt scyn. In unfernnördlichen Gegenden ist die Nordwest-gegend die, daher die heftigsten Win-de kommen, und die den stärkstenSchlagregcn ausgesetzt sind. EinHaus, dessen Hauptseitc nach dieserGegend gewendet ist, hat hier zuLande die schlechteste Stellung.
Ein guter Baumeister muß alles,was zu der Lage und Stellung ge-hört, nach der Lebensart, wo er
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lebt, wol überlegen, damit er jedenFehler in der Baustellung vermeide,welches um so viel wichtiger ist, weilsie nicht mehr zu verbessern sind.
B e b u n g.
(Musik.)
Aie Bebung eines Tones ist eineüberaus schnelle Abwechslung der Hö-he und Tieft, wie auch der Stärkeund Schwäche desselben, währendseiner Dauer, wodurch er, ohne seinVerhaltniß gegen andre zu verlieren,etwas mannigfaltiges bekommt. Daßein Ton derselbe bleibe, wenn er inseiner Dauer oder AusHaltung wech-felswcife etwas starker oder schwä-cher wird, ist eine bekannte Sache.Daß er aber auch eine ähnliche Ab-wechslung der Höhe und Tiefe leidenkönne, ohne seine Natur zu verän-dern, möchte zweifelhaft scheinen.Wenn man aber bedenkt, daß einIntervall, z. E. eine Quinte, um cmmerkliches von dem reinen Verhält-nis; 2: z abweichen, und dennochdie Stelle einer reinen Quinte vertre-ten könne: so wird man auch leichtbegreifen, daß jeder Ton, ohne sei-nen Namen zu verlieren, etwas hö-her und tiefer werden könne; zumalwenn diese Abwechslung so schnellgeschieht, daß man seine reine voll-kommene Höhe nie aus dem Gehörverliert.
Bey der Bebung der Töne wech-selt das stärkere und schwächere, dashöhere und tiefere mit solcher Schnel-ligkeit ab, daß die Abwechslung selbstnicht deutlich wird; und dieses giebtdem Tone etwas sanftes, und gleich-sam wellenförmiges. Der bebendeTon ist von dem mit der größtenGenauigkeit in einerlei) Höhe undStarke fortdaurcndcn eben so unter-schieden , wie ein sanfter Umriß imGemählde von einem harten, dernach dem Lineal oder mit dem Zirkelgezogen wäre- Wie in der Mahle-
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