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1 (1792) [A - D]
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aus einem Zimmer gerade in die of-fene Luft auftreten kann, um sichdaselbst desto bequemer überall umzu-sehen. Zu dem Ende sind sie zurSicherheit gegen das Herunterfallenmit einem Geländer versehen.

Man bringt sie insgemein an demersten Geschoß in die Mitte der Aus-fenseite an, um diesem Theil dadurchmehr Ansehen zu geben. Die größ-ten fassen drey Fenster in ihre Lange.Est' werden entweder frey, auf starkeaus der Mauer hervortretende Krag-steine oder Balken gesetzt, oder auchdurch Thermen, Caryatiden, oderauch ordentliche Säulen unterstützt,und gerade über den Eingang ange-ordnet. In diesem letzten Fall be-kommt der Haupteingang des Ge-bäudes dadurch ein prachtigeres An-sehen. Man begeht aber dabey viel-faltig den Fehler, daß man das klei-ne Gebälke der Säulen ausbricht,Ilm den Eingang nicht zu verdun-keln. Weil dieses einer der unge-schiktcsten Fehler ist *), so sollte erschlechterdings vermieden werden.Finder man, daß ein durchgehendesGebälke den Eingang würklich ver-finstern würde, so lege man die Plat-te des Balkons als den Unrerbalkenüber die Säulen weg, und lasse ent-weder die bcydcn andern Tbcile desGebälkes weg, oder man baue sieüber die Platte, und setze alsdenndas Geländer darauf; so bleibet je-des in seiner Natur.

Es ist seltsam, daß auch die gc-schiktesten Baumeister, so gar an dervornehmsten Stelle der Gebäude,durch solche ungereimte Ausschnci-dung der Gebalke den guten Ge-schmal so gerade vor den Kopfstoßen, wie unter andern auch andem Haupreingang in den zweytenHof des Schlosses in Berlin gesche-hen ist.

H S. Gebälke.

Al'sior Tbeil.

Gegen die, in diesem Artikel gcthanenVorschläge, finden sich unter andern Er-innerungen, so wie zugleich bessere Vor-schläge, in der Recension dieses Wer-kes in der allgemeinen deutschen Bibl,B. 22. S. 61.

Ballet.

(Musik.)

Ast die Nachahmung einer interes-santen Handlung durch den Tanz.Einigermaßen ist es eine durch denTanz hervorgebrachte allegorischeHandlung. Den Raub der Helenaerzählt der epische Dichter; im Dra-ma wird er mit allen dabei) vorge-fallenen Intriguen und Reden nach-geahmt; durch das Ballet wird derGeist dieser Handlung und die Aeus-serung der verschiedenen dabey vor--kommenden Leidenschaften durch bloßeStellung, Gcbchrden und Bewegung,von Musik begleitet, vorgestellt.Man ist zwar gewohnt, jedem figu-rirten Tanz auf der Schaubühne denNamen des Ballets zu geben; aberhierüber verdient Lssovcrre, der seineKunst mit dem Auge eines Philoso-phen beleuchtet hat, geHort zu wer-den. Er hält jeden Tanz, der nichteine bestimmte Handlung, mit Ver-wiklungen und Auflosungen deutlichund ohne Verwirrung vorstellt, füreine bloße Lustbarkeit *).

Der gemeine Tanz ist eine Lust-barkeit für die tanzenden Personen,und braucht nichts, als dieses zuscyn: das Ballet ist ein Tanz, derdie Zuschauer intcrcssiren soll. Es

muß

*) l'our bzller qni ns ms ti'scei'zpss svec nerrers er lenz embsri'szI'sekion, qu i> repretenre; cionr jens pnurrols clevmcr I'inrriAiie^ rnurdsller, rionr je netenrirsi Wiesle plsn,er qui ns »i'olkrirs psz uns expnlirion,un nocnä, un cienoncmenr, ne lerzplus gu'un limple rdvsirNkcmenc clscisnle. Virl. derrres tur ls clsnlesär. dtoverre.

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