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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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theilhaften'Einfluß des Herzens aufdie Vorstellungskraft: so kann einegcschikte Ausschweifung, wodurchdas Herz an der rechten Sehne ge-rühree wird, den Vorstellungen einengroßen Nachdruk geben.

In scherzhaften Werken, die blosdas Ergötzen zur Absicht haben,kann man am leichtesten ausschwei-fen. La Fontaine hat seinen Fabelnund seinen Histörchen die größte An-nehmlichkeit durch artige Ausfchwci,fangen gegeben. In Werken vonernsthafter»: Inhalt können die Aus-schweifungen bisweilen auch als Ru-hepunkte angesehen werden, in de-nen die Aufmerksamkeit etwas aus-ruhet, um nicht ganz ermüdet zuwerden.

Bisweilen gehört die Ausschwei-fung, als ein charakterisirendcr Zug,nothwendig zur Sache. Wenn maneinen einfältigen gemeinen Menschenin einer Erzählung redend einführt,und ihm Ausschweifungen in denMund leget, so dienen sie ungemeinzur lebhaften Schilderung desselben.Denn solchen Leuten sind die Aus-schweifungen ganz natürlich.

Eben so natürlich ist die Aus-schweifung einem Menschen, der voneiner einzigen Vorstellung stark ge-rührt, sich derselben ganz überlaßt,und dadurch in eine Art von Trau-mcrey geräch, worin» keine egge Ver-bindungen mehr statt haben. Diesist oft der Fall der Odendichter.Die plötzlichen Ausweichungen aufsehr entfernte Gegenstände sind eineArt der Ausschweifung, welche der.Ode ganz eigen ist.

In Werken, wo die Vorstellungenfchr gedrängt sind, wie im Trauer-spiel« haben die Ausschweifungenschwerlich statt. Es ist vcrdrüßlich«wenn man bei) interessanten Scenen,wo man in beständiger Erwartungdes folgenden ist, durch Ausschwei-fungen in des Folge feiner Vorstel-lungen immer unterbrochen wird.

Aus

Es glebt scheinbare, obgleich immerkurze Ausschweifungen, oder Abweichunigen, selbst im Trauerspiele, wodurch mandem Ziel und Zweck dcr Scenc nicht alleinnäher gebracht, sondern wodurch auchallein dem Dialog Leben und Wahrheit ge-geben wird. Ein Nebcnbcgriff EinesWortes veranlaßt stc; und von einem Ne-bcnbcgriffe eines andern Wortes wird wie-der eingelenkt. Uebrigcns scheinen zuden Ausschweifungen mir auch eigentlichdie z porce, die be)5 Seite zu gehö-ren; und von diesen handelt, unter an,dern, Aubignac in s. llror. ci» sskescre(biv. 1, Lbop. IX. S. 2Z4. Amst. Ausg.von 171;.) und Cailhava in s. Her ä? >»,Lvmeäie (?. l. Lb. XXVII. S. 446.)

Außenseite,

(Baukunst.)

Eine der Hanptseiten eines Gebäu-des, die man von außen übersieht.Ein vicrekiges ganz fteysiehcndesGebäude hat also vier Außenseiten.Die vornehmste ist die, welche gegenden besten Platz von außen gestellt ist,und an der dcr Hauptcingang zumGebäude ist. Eine gute Außenseitetragt das meiste zu dem Ansehen ei-nes Gebäudes bei). Die Masse des-selben ist auch in den größten undprachtigsten Gebäuden etwas so ein-faches, daß das Auge bald davonabgelenkt, und auf die besondreBetrachtung der Außenseite gerich-tet wird.

Dem Gebäude von außen ein gu-tes Ansehen zu geben, ist ein wichti-ger Thcil der Kunst. Die Außen-seiten müssen gleich den Charakterdes Gebäudes an sich tragen, undaußer der allgemeinen Empfindungdes Wolgefallens, welches aus derRegelmäßigkeit, Ordnung, Ueber-einstimMNg der Theile entsteht, diebesonder» Empfindungen der Größeoder Pracht, des Rcichthums, derAnmuthigkeit erweken. Der Ge-schmus, der in den Außenseiten

herrscht,