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seiner ^rt <lc I» Lnmeäie (S. 22z) sowie in dem folgenden davon sagt, gehtganz auf die vorhergcdachtc Verbindungder Sccnen. Auch Battcux in seinerEinleitung (2. S.-52 u. f.) trögt die Sacheeben so vor. —
Aufzug.
(Schauspiel.)
Ein Hauptthcil der dramatischenHandlung, nach welchem die Bühnevon den Schauspielern leer wird.Es liegt eben nicht nothwendig inder Natur einer solchen Handlung,daß sie unterbrochen, und daß derOrt, wo sie vorgeht, von Personenleer werde. Man kann also wederdie Aufzüge an sich selbst, noch ihreAnzahl, in einem Drama aus derNatur der Handlung bestimmen.Wahrscheinlich ist es, daß die Auf-züge zufalliger Weise entstanden sind.Wenn es wahr ist, daß die drama-tischen Schauspiele ursprünglich nuraus Choren bestanden, und daß nach-her eine Handlung zwischen die Chö-re ist eingeführt worden, wie Art.fioteles und fast alle Alten versichern:so hat man die Chöre als das We-sentliche , die Handlung als das Zu-fällige, bcy diesen Spielen angese-hen, und dcßwegen alles, was zwi-schen den Chören gesprochen wird,Apisovia gcnennt. Darinn muß alsoder Ursprung, das Drama in ver-schiedene Aufzüge abzuthcilen, ge-sucht werden. Wiewol nun dieserUmstand nur vom Trauerspiele aus-drüklich berichtet wird, so ist er dochvermuthlich auch vom Lustspiel wahr,in welchem auch ursprünglich Chöregewesen, die nachher abgeschafft wor-den sind, weil man bemerkt hat, daßdie Zuschauer, denen die Unterbre-chung zu lange wahrte, wahrenddem Chor davon gegangen. Aus ei-ner Stelle des Vitrnvins laßt sichabnehmen, daß die Chöre würkUcheinen Theil der griechischen Comvdie
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ausgemacht haben »). Nach Ab-schaffung der Chöre wurde eine bloßeZwischenzeit zwischen den Aufzügengelassen, welche aber endlich auchabgeschafft worden, so daß in denlateinischen Lustspielen die Aufzügeganz an einander hangen, und oftsehr schwer von einander zu unter-scheiden sind. Doch findet man auchim Gegcnthcil Anzeigen, daß zwi-schen den Aufzügen sich Musik hörenlassen. So sagt Pscudolus bcymPlaurus, als er nach dem erstenAufzug von der Bühne geht:
l'ibiccu V05 inkerea dic äelebksve.r!r ^).
Diesemnach Ware es vergeblich,in der Natur der Sache einen Grundfür die Regel des Horaz zu suchen:
dleve minor, neu lie guinco pro.cluÄior stku
?sbu!s, guse potci vulc, et ffc-öksts rcponi f).
Man kann bcy mehrern Gelegenheitenmerken, daß die Alten dasjenige,was die ersten Erfinder blos zufälli-ger Weise für gut gefunden, zu einernothwcndigcn Regel gemacht haben.Alle dramatischen Stüke der Altensind offenbar in fünf Aufzügen. ImTrauerspiel ist allemal eine Zwischen-zeit von einem zum andern; nur imlateinischen Lustspiel fehlt sie biswei-len. Diese Zwischenzeit wurde durchden Gesang des Lhors angefüllt;im Lustspiel wurde anfanglich darinngetanzt, welches doch nicht allezeitgeschehen ist. Darinn aber unter-scheidet sich der Gebrauch der Altenvon dem heutigen, daß jene die Hand-lung in dem Zwischenraum nicht so
weit
") Qr-ioci guaque poerae comici intcr-ponsnrez e cdvro csmicum, dlvi»tsruur fparig kzdulzi um, ira — -7-— inrercapecliuibuz levanr »Äorumprouunrisrionez. Vitruv. I.ib. V-pracfsr.
") S. auch dm Act. Chor.
s) Oe ^rc. 189. lAv.