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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
229
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A u f

werde, erhellet aus der Tabelle derDissonanzen *). Von der großenSeptime, die aufwärts geht, ist an-derswo gesprochen worden ").

Rameau und die, welche seineTheorie annehmen, haben Dissonan-zen, welche be» der Auflösung einendiatonischen Grad herauf treten.Diese sind bis ißt von den deutschenHarmonistcn nicht angenommen f).

Aufputzen der GemalM.

Es ist eine für die Liebhaber derMahlercy wichtige Sache, wenn Ge-mahlde, die durch Alter und andereZufälligkeiten schadhaft, oder durchStaub und Unreinigkeiten verdun-kelt worden , wieder zu ihrer erstenSchönheit können hergestellt werden.Dieses Auspichen der Gcmählde hatman in der neuern Zeit sehr hoch ge-bracht, und dadurch manches schoneStük, das schon als verdorben, oderfast ausgelöscht, in einen Winkel ge-setzt, und der Vergessenheit überge-ben worden, wieder in die Bilder-galerien und zu großem Ansehen ge-bracht. Man hat sogar Mittel ge-funden, die Gcmählde von deinGrund, er scy Leinewand oder Holz,abzunehmen, und auf einen neuenüberzutragen. Eine für die Erhal-tung der Gcmählde wichtige Erfin-dung.

Zu dem Aufputzen gehören ver-schiedene wichtige Handgriffe, undüberhaupt eine große Vorsichtigkeit.Wenn ein in der Sache nur halb er-fahrner Mann sich daran waget, solauft er Gefahr, das Gcmählde zuverderben. Diejenigen Liebhaber,die gute, in schlechten Zustand ge-rochene, Stäke besitzen, müssen sichsehr wol vorsehen, daß sie selbigedurch ungeschikte Aufputzer nicht nochmehr verderben lassen. Es ist deß-

*) S. Dissonanz.

") S. Septime.

f) S. Dissonanz; Sexte.

Auf S2?

wegen gut,, daß die ganze Sache un-ter den Händen der besten und erfah-rensten Künstler, als eine Art Ge-heimnis; bleibe, an welches sich kei-ner wagen soll, der darinn nicht voll-kommen unterrichtet ist. Es ist zwarviel davon bekannt worden *), aberniemanden zu rächen, die Künste anguten Gemahlden zu probircn.

Der Mahler, Schulze, in Verlin,der seit vielen Jahren diese Kunst mitdem glüklichsten Erfolg ausübet, istin diesen Gegenden der einzige, demman auch die besten Sachen mit Zu-versicht anvertrauen kann. Auch be-sitzt Herr Riedel, churfürstl. Galle-ric-Inspektor in Dresden, vorzügli-che Gcschiklichkeit in dieser Kunst.

-H- -S-

Außer der, von Hrn. Sulzcr, ange-führten Anweisung zum Aufputzen derGcmclhlde, welche eigentlich aus demblsnömsill rc> rl>e tZrrs, lt .onN. 1758.8.genommen ist, hat man noch, von Lud.Crispi, einen Brief über diese Materiein den berrsre Hills Uiccurs, 8colcur2erc. Bemerkungen über die damitgespielten Betrügereien, und die Folgenfür den Werth der Gemsthldc, findensich in dem Lcnrlem. tolsgs?. ,764.S. 5Z4-

Aufriß.

(Baukunst.)

Aie Zeichnung eines Gebäudes, odereines einzeln Thcils desselben, in derdie Umrisse aller Thcile, die auf ein-mal ins Auge fallen können, nachihrer wahren vcrhältnißmäßigcnGröße angezeiget werden. DieseZeichnung ist von der perspektivi-schen Zeichnung darinn unterschieden,daß weder ein gewisser Augenpunkt,noch eine Ansicht, dazu genommenist; da die perspektivische Zeichnung

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') S. Bibliothek der schönen Wisscnsch.

IV. Theil.