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Art zu erkennen zu geben, kein Mit-tel wußte.
Hat der Dichter die Personen, de-nen er die Reden in Mund legt, vorAugen, stellt er sich ihr Spiel rechtvor, überlegt er genug, was ihreStellung, ihre Minen und der Tonihrer Stimme auszudrükcn vermö-gen, so wird er an sehr viel Or-ten weniger sagen, als ein andrerSchriftsteller, der eben dasselbe hi-storisch, rednerisch oder poetisch zusagen gehabt hatte. Denn selbst dieWinke und das sogenannte stummeSpiel kommen ihm zu statten.
Eine vorzügliche Aufmerksamkeitvon Seiten des dramatischen Dich-ters erfodern die Auftritte, wo aus-ser den würklich redenden Personennoch mehr andre zugegen seyn müs-sen. Sie werden gar zu bald lang-weilig, wenn die Reden eigentlichnur unter zwcy Personen vorfallen,da doch vier oder fünft zugegen sind,die alsdenn überaus magere Figurmachen.
Dieses gilt fürnehmlich von denAustritten in ernsthasten Stüken, wodie handelnden Personen in die höch-ste Leidenschaft gesetzt sind. Da hatder Dichter am wenigsten zu thun,weil der höchste Grad starker Leiden-schaften mehr stumm, als beredtmacht. Mit desto größerer Ueberle-gung hat er auf die Würkung, wel-che die Sache bei) der Aufführunghaben wird, Acht zu geben. Der-gleichen Auftritte, von denen mandas meiste erwarten sollte, mißlin-gen den Schauspielern gar zu oft,und nicht allemal durch ihre Schuldallein. Der Dichter versieht es ins-gemein darum, daß er verschiedenenPersonen Reden in den Mund legt,wo sie schweigen sollten, weil er denAuftritt nicht will stumm lassen.
Es ist zu wünschen, daß Kunst-richtcr, welche die Schauspiele fleis-sig besuchen, auf diejenigen Stellenbesonders Achtung geben, da der
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Dichter aus Mangel der Rükstchtauf die würkliche Aufführung, etwasversehen hat, und daß sie ihre Be-merkungen zum Besten der dramati-schen Dichter bekannt machen. Dennes sind vielleicht über keinen Thcilder schönen Künste weniger Beob-achtungen , als über diesen gesam-melt worden.
Da Hr. S. in dem vorstehenden Arti-kel, eigentlich blos von der EinrichtungdcS Biologen, und zwar nur in Rücksichtseiner Wirkung auf die Zuschauer, gehan-delt, und nicht vorher untersucht hat, we-der , in wie fern das Gespräch, wenn cSsonst dem Charakter, dem Zweck, undder Lage der unterredenden Personen ge-gemäß ist, gute oder böse Wirkung ausdie Zuschauer hervorbringen, noch obund wenn der Dichter das, was jene, demwas diese von ihm fordern, aufopfernmuß: so lassen sich hier auch nur solcheNachmessungen geben, die auf den dra-matischen Dialog überhaupt gehen- Di-derot handelt davon in der, hinter sei-nem Hausvater, bestndlichen Abhand-lung (S. -88 u. f. der Ucbcrs. -te Auf-lage.) — Cailhava in dem Xlten Kap.des ersten Theiles seiner c cie Is Lc»mc-iie (S. -04) — und Lessing, vor-züglich an einem Orte, wo man es nichtsuchen sollte, in s. Anti-Götz stes St.— — Wenn übrigens H. Sulzcc sagt,daß der dramatische Dichter überhauptsich kürzer fassen könne, als der Erzäh-ler: so empfehle ich, zur Vorbeugungalles Jrrthums, welcher hieraus entste-hen könnte, die Schrift des Hrn. Engelüber Handlung, Gespräch und Erzählung(Neue Bibl. der sch. W. B. -6. vorzüg-lich S. 240 u. f.) — Was die zusam-mengesetzten Auftritte, und auch diejeni-gen anbetrift, wo mehr, als zwc» Per-sonen, mit ein und derselben Sache be-schäftigt sind: so finden sich, in der vor-hin angeführten Abhandlung des Diderot(S. -8- u. s) einige gute Winke darüber:auch in Hkn. Eschenburgs llcbcrsetzung des
Hur»