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nur über einem Thcil der Hanplscitestehen.
Die Ambe wird in großen Gebäu-den oder Pallasten über dem Hanpt-geschoß gesetzt, wenn man nichtzwey volle Geschosse braucht, undwird insgemein halb so hoch, alsdas Hauptgcschoß, gemacht. Woman hinlänglichen Platz hat, sichauszudehnen, kann man alle Haupt-zimmer in ein Geschoß zusammen-bringen. Alsdenn wäre es eine ganzunnütze Sache, die geringem Zim-mer, für Bediente und den persönli-chen Gebrauch, in eben der Höhe zumachen. Folglich thut man in dic ^fem Falle sehr wol, eine Attike über?das Hauptgcschoß zn setzen. Da-9durch bekömmt auch das Gebäude«-von Außen ein gutes Ansehen, indem ^es nicht zu hoch wird, und die Pracht .des Hauptgcschosses durch den Ge-gensatz der Attike noch vermehrt^wird. In diesem Fall aber müssendie Säulen und Pilaster durchausbis an das Hanptgesims gehen, wiean dem Opernhause in Verlin; dennes steht nicht gut, wenn die Attikedurch ein Gesims oder Gebalke vondem Hauptgeschoß getrennt ist.
Man macht auch bisweilen eineAttike zwischen zwey Hauptgeschos-scn, oder hohen Stokwcrken, damitdie Bedientrn gerade über den Zim-mern der Herrschaft ihre Wohnun-gen in dieser Attike nehmen können.Eine solche ist z. E- zwischen demHauptgeschoß an dein königlichenSchloß in Berlin: in Italien findetman sie vielfaltig an Pallästen undHäusern der Vornehmen Derglei-chen Attiken sind zwar sehr bequem;sie verstellen aber das Ansehen desGebäudes etwas, oder müssen, wieauf dem berlinschcn Schlosse, sehrniedrig gemacht werden.
kommen, und daher seinen Namenhat. Er besteht aus einem vierckig-tcn Untersatz a, einem Pfühl l>, ei-nem Rieinlcin e. einer Einziehung st,noch einem Riemlcin e, auf welchesein Pfühl 5 folget. Die Verhältnisseder Höhen dieser Thcile, von untenaufgerechnet, sind folgende: 6, qj,ZV 3? 3 I?. Dieser Fuß ist so-wol in der alten als neuen Baukunstder gewöhnlichste; und wird unter
Attischer Säulenfuß.
Eine besondre und schöne Art desSäulenfußes, der in Athen aufge- *) S. Jonisch.
allen Arten von Säulen, die tosca-nische ausgenommen, gebraucht. Esscheinet, daß die Baumeister in Athendiesen Fuß für die jonische Säule an-statt des eigentlichen jonischcn Fußeszuerst gesetzt haben *).
Avant ü r e.
(Lichtkunst.)
Ist bey den Hcldendichtcrn desschwäbischen Zeitpunktes eine Muse,die sie ordentlicher Weise angerufen,und der sie um ihren Benstand ge-dankt haben. Das Wort ist vonden Provenzalen genommen, die vcr?mnthlich den Deutschen vorgegan-gen, eine Person daraus zu machen.Sic ist also die Muse der abenthcuer-lichen Begebenheiten, dieselbe, wel-che Arloffs zu seinem Orlunsto du-rlolo und Wieland zu seinem Idrishatte anrufen können.
Auffüh-