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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
118
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zeiget sich insgemein vieles in denSchriften unsrer Dichter nnd Red-ner, deren Absichten selten über ih-ren kleinen Zirkel hinaus reichen.

So bringt der beste Kopf oft sehrnüttelmäßige Sachen hervor, weiles ihm an großer Denkungsart fehlt.Denn darinn, und nicht an Genieübertreffen uns die Alten, so wieGmnnlian schon von seiner Zeit an-gemerkt hat. düea euim nvs tarai.

tatis natura äamnavit; isci üicsnrliinutavimus genus et ultra nobis,guam oportsvat, inüulümus. Itanon tam inAenio illi nc>8 lupera-runt. gusm propolito ^).

Man kann sich von der großenDenkungsart der Alten und von ih-rem wahrhaftig männlichen Geistkaum eine allzu große Vorstellungmachen; sie verdienen unsre Bewun-derung, und wegen ihrer ungehin-derten Freyheit zu denken, kann mansie beneiden.

Hingegen ist es eine ganz unüber-legte Ehrfurcht für sie, wenn manglaubt, daß auch die Formen ihrerWerke unsre einzige Muster seynmüßten. Dieses heißt wahrlich denKern wegwerfen, und die Schaaleaufbehalten. Diese Formen sind ih-ren Sitten und ihrer Zeit angemes-sen; die Epopee, das Drama, dieOde, zeigen nur in ihrem Geist undInhalt, nicht aber in ihrer Form,Männer, welche Werth sind, unsereMeister zu seyn. In dem Wesentli-chen sind Horner und Oßian Bardenvon ciii'rley Gattung, aber unge-mein verschieden sind sie in dem Zu-fälligen, und besonders in der Form.Welcher von beyden soll darinn unserFührer seyn? Keiner; die Form istzufällig und unsrer Wahl überlassen,wenn nur die Materie groß, unddie Form ihr nicht widersprechend ist.Einige Neuere scheinen so sehr fürdie Formen der Alten eingenommenzu seyn, daß wenig daran fehlt,Inft. i.. u. c. 5.

daß sie nicht zur Regel machen, dieEpopee müsse vier und zwanzig Ge-sänge haben. Hatte nur die Aencisso viel, so wäre die Regel vermuth-lich da.

Ilm Gcschniack an den Schriften derAlte» zu finden, und Geschmack und Gcifidurch sie zu bilden, ist, vor allen Din-gen, die Verständlichkeit derselbenuothmcndig; und wenn gleich das fleißigeLesen derselben, und eine genaue Kennt-lich dee Sprachen, in welchen sie geschrie-ben haben, der sicherste und vielleicht dereinzige Weg hiezu ist: so sind wir dochalle, mehr oder weniger, gcnöthigt, zuden, aus ihnen selbst gezogenen Hülfs-mitteln, welche über ihre Gebrauche, Ge-setze, Einrichtungen, Sitten u. d. m.Aufschlüsse geben, unsre Zuflucht zu neh-men. Der Wceke dieser Art sind seheviele, obgleich, meines Bcdünkens, überviele cinzeie Punkte noch nichts Befriedi-gendes gesagt, und über andre wieder vielmehr, als nöthig wflre, zusammen gc,tragen morden ist. Ich schrcinkc mich hierauf die, vcriMnißmWg, bessern, grös-ser» oder kleinern, ein; und füge nochhinzu, daß die Anmerkungen be» den ver-schiedenen bessern Ausgaben der Classiker,das Wesentliche auS ihnen zum Thcil, ent-halten, und daß die vorzüglichsten Erlciu-tcrungsschriften cinzeler Scheiftstellee, beyihren verschiedenen Artikeln, vorkommenwerden.

Zu der Verständlichkeit des Jnnhaltesder griechischen Schriftsteller überhaupt,gehören: lac. Lronovü Vlieiaunisgraec.-gnriczuir. . . . Hags.8.1697—-170z. Vau. 17z2.fi. i: B. (EinVer-zeichniß der in diesem Werke gesammeltenSchriften findet sich, unter andern, in?adricil Ilivliogr. anricznar. und P.Vurmann hat einen esralog.... I-Vror.<zui in Lchcfisur. Horn. Lracc. Italic,er 8iculo conrinenrur, ifieiä, 1725.8.drucken lassen) —- ^rckiaenlossze /crcic.hiv. VII. or Leven Lnols ot rüe »rtilc^miguiri?5, by Ich Ilous, Hnn6.

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