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vorkommen, verbannet werden. Der-gleichen Bilder konnten nur zu derZeit entschuldiget werden, als mannoch nicht schreiben konnte, und soll-ten auch itzt nicht gebraucht werden,als da, wo die Schrift oder ein an-deres Zeichen schlechterdings unmög-lich ist. Unter die Hieroglyphen, diein der Allegorie gute Dienste thun,rechnen wir auch solche Zeichen, wel-che zwar keine natürliche, aber einein den Gebrauchen gegründete Be-deutung haben. So sind Zepter undKronen, Konige und Regenten zubezeichnen, Widdcrkopfe und Opfer-schaalcn in den dorischen Friesen,wodurch Tempel angedeutet werden,Kriegsarmatnren auf Zeughauserund dergleichen Bilder dieser Art ha-ben keine Schwürigkeit. Eine guteBekanntschaft mit den Gebrauchender Volker giebt sie von selbst an dieHand.
Wahre allegorische Bilder, welcheeine Eigenschaft der Sache, die sievorstellen, ausbrüten, sind schwe^zu erfinden. Dazu gehört, daß mandie Begriffe der Sachen, welche vor-zustellen sind, deutlich entwikle, undin ihrer größten Einfalt sehe, beson-ders das Eigenthümliche, was dieSache am gewissesten bezeichnet, deut-lich fasse. So hat jede Tugend außerdem- was sie mit den übrigen ge-mein hat, etwas Eigcnthümlichesund Bezeichnendes, entweder in ih-rem Ursprung oder in ihrer Wür-kung; für diese muß der Künstler einZeichen finden. Hiczu dienet, wasanderswo *) von Erfindung der Bil-der überhaupt ist angemerkt worden.Alle dort angeführten Arten der Bil-der haben hier statt.
Einige allegorische Bilder habendioNatur der Beyspicle, wie Gre-ftes und Pvlaves, als ein Bild derFreundschaft; andere der Gleichnisse,wie ein Schiff mit aufgeblasenen Se-geln, als ein Bild des glüklichenS. Bild.
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Fortganges; andere der eigentlichenAllegorie, wie ein Sieb, das zumWasscrschöpfen gebraucht wird, alsein Bild einer eitlen Unternehmung.Die Wahl dieser Gattungen der alle-gorischen Bilder wird durch die be-sonder» Umstände, darinn man siebraucht, bestimmt. So konnte zumExempcl in einem Gcmahlde, da zwcyMänner sich über einen vor ihnenstehenden Jüngling ernstlich unter-reden, der Inhalt ihrer Unterredungdurch die Allegorie des Bcyspielsdeutlich ausgedrükt werden, wenneiner der bcpdcn Männer auf ein indem Zimmer Hangendes Gcmahldedeutete, das den Achilles vorstellt,als Ulysses an dem Hofe des Lyko-medes ihn ausforscht. Denn da-durch würde angedeutet, daß die Un-terredung den natürlichen Beruf desJünglings zu einer gewissen Lebens-art zum Inhalt habe. Hingegendrükt ein einziges allegorisches Bilddes Schmetterlings, auf den Sokra-tes, in ernsten Betrachtungen ver-tieft, seine Augen heftet, hinlänglichaus, daß er über die Unsterblichkeitdenke.
So muß die Wahl der Bilder alle-mal durch den Gebrauch derselbenbestimmt werden. Bilder der eigent-lichen Allegorie bekommen ihre Be-deutung fürnehmlich, wenn sie nichtfür sich da stehen, sondern gtschiktmit andern. Gegenständen verbundensind. So können Möhnkopft ver-schiedene Bedeutungen haben. Ineinen Kranz um die Schlafe einer ru-henden Person gewunden, bedeutensie den Schlaf. Es wäre aberauch leicht, sie in anderer Verbin-dung zum Bilde der Fruchtbarkeit zumachen.
Also gehört es zur Erfindung derBilder, daß man ihren Gebrauchgenau vor Augen habe. Diejenigenscheinen die besten zu seyn, welche alsAttrivura, oder Kennzeichen, mensch-lichen Figuren beygelegt werden;
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