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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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meinste Gattung derselben ist die, dieweiter keinen Vortheil hat, als daßsie die Vorstellung der Sache möglichmacht. Sie thun nichts mehr, alsein lateinisches Wort in der deutschenSprache, wenn diese keines hat, die-selbe Sache auszudrüken. So sagtnns das Bild einer Frauensperson,nnt einer geschlossenen Krone aufdcmKopf und in einem mit goldenen Li-lien bezeichneten Mantel, nichts mehr,als das Wort Frankreich sagenwurde. Sie sind von zweyerlcyArt:solche die blos die Namen der Sachebezeichnen, oder sie schlechtweg nen-nen, wie z. E- der Frosch und der Ei-dex in zwey Jonischen antiken Volu-ten, welche die Baumeister Dmra-chus undSaurus bezeichnen sollen *);oder sie zeigen die Sache durch eineihrer Eigenschaften an, wie die Vor-stellung der Stadt Damaskus durchdas Bild einer Frauensperson, diePflaumen in der Hand halt wel-che Frucht dieser Stadt vorzüglicheigen war. Von diesen Arten sindungemein viel allegorische Bilder:sie sind im Grunde bloße Hierogly-phen; die aber deshalb, wie kurzvorher ist angemerkt worden, nichtzu verwerft» sind. Die Roth hatsie eingeführt.

Einen hohem Rang verdienen dieBilder, die uns nicht blos schlecht-hin die Namen und das Sichtbareder Dinge anzeigen, sondern zugleichetwas von ihrer Beschaffenheit vor-bilden. Sie gleichen den vielbedeu-tenden Wörtern, deren Ableitungoder Zusammensetzung uns schon ei-nigermaßen die Erklärung der Sa-che giebt, sind natürlich bedeutendeZeichen. So ist das Sinnbild derSeele oder der Unsterblichkeit, wel-ches die Alten durch einen Schmet-terling ausdrüken. Es zeigt nichtblos die Unsterblichkeit an, sondern

*) S. Wlnkelm. Anm. übet die Bau-kunst der Alten.

5*) Winkelm. Weg. S. 92,

Erster Thrill

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auch, daß die Seele erst denn in ihrrechte^ Leben komme, nachdem siedie Hülle des Körpers abgelegt hat.Das allegorische Bild der Gerechtig-keit mit verbundenen Augen und derWaage in der Hand drükt nicht blosdas Wort Gerechtigkeit aus, son-dern auch die Eigenschaft derselben,daß sie sich durch kein Zinsehen undkeinen Schein verblenden lasse, daßsie nicht voreilig sey, sondern dasRecht auf das Genaueste abwäge.

Daß diese Bilder fenen weit vor-zuziehen scyen, dars nicht erinnertwerden. Eine wichtigere Bemerkungaber ist es, daß der Künstler, demes nicht an Genie fehlt, einem ansich wenig bedeutenden Bilde durchAnbringung charakteristischer Züge,eine natürliche Bedeutung gebenkönne. So hat Ponstin auf einegeistreiche Art den Nil bezeichnet, in-dem er ihm den Kopf in Schilf ver-sieht hat, um anzuzeigen, daß seinUrsprung noch nicht cntdekt worden.Bilder von Sachen, die sinnliche Ei-genschaften haben, von Ländern,Städten, Flüssen, können auf dieseWeise durch Zusätze bedeutender ge-macht werden. Es geht auch mitsolchen an, die blos abgezogene Be-griffe vorstellen. So hat ein grie-chischer Künstler, Nann'ns Dnpha-lnn, die Fortuna, oder das Glükauf diese vielbedeutende Art abgebil-det, daß er ihr eine Sonnenuhr odereinen Gnomon auf den Kopf und einHorn des Ueberflusses in die Handgegeben *). Unter den geschnittenenSteinen, die Mariette herausgege-ben hat, ist einer mit einem Bilde,das für eine vielbedeutende Allego-rie der Dichtkunst kann gebrauchtwerden. Ein Genius sieht auf einenGryph; die rechte Hand lehnt sichauf eine Lcyer, die auf einem, aufeinen Würfel gesetzten, Dreyfuß steht.Der Würfel kann die Nichtigkeit der

Eedau.

5) pzustmiüi I.. IV.

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