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1 (1792) [A - D]
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84
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schcnd werden, oder lange sich erhaltenkönnen. Wenigstens sind mir nicht vielallegorische Gedichte vonJtalicnern bekannt.In den Werken des Mctastasiv (B.S. z6> der Turiner Ausgabe) findet sichnoch eine dergleichen, ia itroäo ckellsAtaris, lvAno. —

Ganz anders gieng die Sache bey denFranzosen. Sie hatten nicht allein,scbr frühe, poetische und prosaische lleber-setzungen und Nachahmungen von derSchrift des Boethius (f. die käcm. äet'TZcock. ckes Inscripr. B. 7. S. 29z. B. >8.S. 741. der Quartausg. und Maittairc'sTZnnad B. I. S. >7>) wie die

Oonfnlorionz äcz däiiincz von Eccard,ums I. IIIO, die Lon5olacic>n5 cke laIdeologie von Gerso»; sondern ganzeigne, gänzlich allegorische Gedichte.Huon de Meri schrieb, ums 1.1228 einesdergleichen, unter dem Titel, Vournaye-mcnc 6 ^nreckrilb, worin alle Tugen-den und alle baster (die letztem unter derFahne des, aus der Erde erschienenen, An-tichrist») handelnd, und kämpfend miteinander, aufgeführt werden; und, derUMs I. izoo verfaßte komme clc kicdarck6c l'Izle, ist, beynahc von derselben Art.Schamhaftigkcit,, und Sinnenlust (?n-rerie) halten einen Zweykampf darin, beywelchem die erstcrc, von der lcztern, indie Seine gestürzt wird. Vorzüglich aberzeigt sich dieser Hang zum Allegorischen indem berühmten komon cic la kose, an-gefangen von Willh. von bereis, der umSI. 1-60 starb , und dessen Antheil daranin ungefilr vier tausend Versen besteht,und vollendet ums Jahr >z>o von Jeande Mcun, dessen Fortsetzung mehr, alsacht tausend Verse enthält. Die Gefah-ren und Schwierigkeiten, welche ein Lieb-haber zu überstehen hat, ehe er zum Be-sitze seines Gegenstandes gelangt, werden,unter den Bildern von Ungeheuern Seen,steilen hohen Maliern, Thürmen vonDiamant, bezauberten Schlössern, u. d. m.deren Bewohner bald günstige, bald un-günstige, Gottheiten, als biebc, Mit-leid, Frömmigkeit u. d. so wie Vcrläum-dung, Eifersucht u. a. m. sind, darge-

stellt: und auf welche der Held, bey demAufsuchen einer Rose stoßt, die er endlich,in einem köstliche» Garten findet. Aberalles dieses träumet der Dichter; an ei-nem schönen Frühlingsmorgcn, in seinemzwanzigsten Jahre, schlclft er ein; undin dem Augenblick, worin er die Rose fin-det, macht er auf; der erste Theil zeigtviel dichterisches Genie; die allegorischenWesen sind, größtentbcils, sehr glücklichcharacterisirt, und sehr umständlich auS-gemahlt; noch waren sie nie so »ollkom-men dargestellt worden; und die Fort-setzung desselben ist reich an Satirc, be-sonders über die Geistlichkeit und das weib-liche Geschlecht, lieber das Aufsehen,welches er, von der letztem Seite betrachtet,machte, ist, bey dem Art. Satire, ei-nige Nachricht zu finden; hier begnüge ichmich mit der allgemeinen Bemerkung, daß,eben so wie er von dem Geiste de« Alle-gorisirens zeugt, er diesen unfehlbar nähr-tc. Man legte ihm wieder einen andern,geheimer», Sinn unter. Die gesuchteRose sollte bald die Gnade, bald dieWeisheit, bald die Jungfrau Maria, balddie ewige Seligkeit, bald so gar derStein der Weisen, scyn. Aber, meinesVcdünkens vorzüglich merkwürdig, in An-sehung der Geschichte des Geschmackesüberhaupt, ist es, daß Petrarch dieses Ge-dicht für ein kaltes, kunstloses, ungereim-tes Product erklärte, und als einen Be-weis, wie weit die Franzosen hinter denItalienern zurücke wären, anführte (S.s. Lürmiuz, lhili. I. Ex. z c>.). Die ersteAusg. desselben, ohne Ort und Jahrs-zahl, ist, Paris, bot. mit dem Titel,

lüc komsn cke Is koste, ou rour I ortck'omour cii cnclvste, gedruckt; Ci.Ma-rot hatte den Einfall, es, in Rücksichtauf Sprache verändert, Par. 1527. t'.herauszugeben; und in dieser Verstümme-lung ist es öfterer, als Par. >529. 8.15z6.fi. >5)8. 8. erschienen; auch ließ JeanMolinct es, in Prosa aufgclößt, kyon150z und <5-1. 5. drucken; die beßtc, un-verfälschte, von. bcnglct du Frcsno» be-sorgte, Ausgabe, ist die von Amsterdamr?Z4. 8> z B, und als eine besondre Kr-

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