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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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ist das Talent, welches der Kunst dieRc-gel giebt; weil aber bey jeder Kunst, et-was als Zweck, gedacht werden muß, und,»ini einen Zweck ins Werk zu richten, be-stimmte Regeln erforderlich sind: so kanndas Genie nur den Stoff zu Prvductender schönen Kunst hergeben; die Verar-beitung dieses Stoffes aber, »nd die Formerfordert ein durch die Schulen gebildetesTalent, erfordert Geschmack, um einenGebrauch davon zu machen, der vor derUrteilskraft bestehen kann, um zu wis-sen, worüber und wie weit es sich ver-breiten soll, um zwcckniclßig zu bleibenu. s. w. Die Gcmüthskräfte, deren Ver-einigung das Genie ausmacht, sind Ein-bildungskraft, Verstand und Geist, oderdas Talent, das, bey einer gewissen Vor-stellung, Unnennbare in dem Gemüths-zustandc auszudrücken und allgemein mit-thcilbar zu machen Eine Eintheilungder Künste wird, nach der Analogie desAusdruckes, dessen die Menschen sich be-dienen, um sich, so vollkommen als mög-lich, einander mitzuthcilcn, vorgeschla-gen, und dicscmnach drcyerlcy Artenderselben, die redende, die bildende unddie Kunst des schönen Spieles der Em-pfindungen, festgesetzt. Au den bildendenKünsten werden auch Lustgärtnercy, undSchauspielkunst gerechnet; die Kunst desschönen Spieles der Empfindungen begreiftMusik und Farbcnknnst in sich. Der ersteRang unter ihnen wird der Dichtkunst,lind der zwcyre den bildenden Künsten inso fern angewiesen, als sie dem Gcmütheine größere Cultur verschaffen, und dieVermögen, welche in der Urteilskraftzum Erkenntnisse zusammen kommen müs-scn, mehr erweitern, wie die Musik, wel-che zwar das Gcmüth mannichfaltigcr undinniglicher, aber vorübergehender, wiejene bewegt, und mehr Genuß, wie Cul-tur , vcrschaft. Die Dialektik der ästhe-tischen Ilrthcilskraft räumt die, aus derVerschiedenheit des Geschmackes, gezoge-nen Folgerungen gegen die Ansprüche einerAllgemcingültigkcit der Gcschmacksurtheilcdadurch fort, daß sie diese auf einen Be-griff gegründet zeigt (aus den Grund von

der subjectiven Zweckmäßigkeit der Naturfür die Urteilskraft ) aus welchem zwarin Ansehung des Objcetes, nichts erkanntund bewiesen werden kann, der ihnenaber doch Gültigkeit für Jedermann (ob-gleich nur alt einzelen, die Anschauungunmittelbar begleitenden Urtheilen) in sofern vcrschaft, als der Bcstimmungsgrundderselben vielleicht im Begriffe von dem-jenigen liegt, was als das übersinnlicheSubstrat der Menschheit sich ansehen läßt.Ein bestimmtes, objektives Princip desGeschmackes, nach welchem die Urlheiledesselben geleitet, geprüft und bewiesenwerden könnte», ist schlechterdings un-möglich: denn es wäre alsdenn kein Gc-schmacksuucheil. Und nur das sub-jektive Princip, nähmlich die unbestimmteIdee des Uebcrsinnlichen in uns, kannals der einzige Schlüssel der Enträtse-lung dieses, uns selbst seinen Quellennach, verborgenen Vermögens zwar an-gezeigt, aber durch nichts weiter begreiflichgemacht werden. Unsre obere Erkennt-nißvermögen stimmen, indessen, mit die-sem Ucbersinnlichcn zusammen, und ohnedasselbe würden zwischen ihrer Natur, ver-glichen mit den Ansprüchen des Geschma-ckes, Widersprüche erwachsen. DaSSchöne gefällt nur als Spmbol des Sitt-lich Guten; und aus diesem Grunde ge-fällt es mit einem Anspruch auf jedes an-dern Bcystimmung. Bey dem Wohlge-fallen , welches dadurch erweckt wird, istdas Gemüth sich zugleich einer gewissenVeredlung und Erhebung über die bloßeEmpfänglichkeit einer Lust durch Sinnen-eindrücke bewußt, und die Urteilskraftsieht sich dabei» nicht, wie sonst in empi-rischer Beurteilung, einer Hetcronvmieder Eefahrungsgesctze unterworfen. DieAnalogie zwischen ihr, in so fern sie, inAnsehung der Gegenstände eines so reinenWohlgefallens, sich selbst das Gesetz giebt,und der Vernunft, als Gcsctzgrberinn deSBegehrungsvcrmögcns, ist schon daransichtbar, daß wir schöne Gegenstände derNatur, oder der Kunst, oft mit Nah-men , die eine sittliche Beurteilung zumGrunde zu legen scheinen, und, z. B.

Geba'u-