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kcn gcrathen, ein solcher Mann habegar niemals gelebt. Doch ist eswahrscheinlicher, daß Aesopns einewürkliche Person gewesen, daß er inPhrygicn gebohren, eine Zeitlang inder Knechtschaft gelebt, hernach freygeworden und in Gard-s, am Hofedes Crohns, sich aufgehalten habe.
Man findet seine wahre oder er-dichtete Lebensgeschichte an hundertOrten beschrieben. Planudes, einGrieche, ans den Mittlern Zeiten,hat viel fabelhaftes davon zusam-men.getragen. Unter den Neuemhat Meziriac die zuvcrlaßigsten Nach-richten von diesem Fabeldichter ge-sammelt 6).
Seine Fabeln stunden bey denGriechen in großem Ansehen, wel-ches sie nun seit zwey tausend Jah-ren bey allen Völkern, die Wissen-schaften nnd Geschmak besitzen, be-hauptet babcn. Einige halten ihnfür den Erfinder der Label, die nachihm die Acsopiscbc gcncnnt wird.Es ist wahrscheinlich, baß er selbstseine Fabeln nicht aufgeschrieben,sondern bei) gewissen Gelegenheiten,als lehrreiche und witzige Einfalledlos erzählt habe. Wenigstens sinddie griechischen Fabeln, die man fürdie seinigen ansgicbt, nur der Er-findung nach von ihm, sein Ausdruckaber ist verlohren gegangen »5). So-ckrates schätzte die äsopischen Fabelnso hoch, daß er sie in Verse einge-kleidet hat. placo sagt: er habedieses zufolge einiger wiederholten
In einer zu Bourg iSzo, 16. gedruck-ten, auch in der Sammlung s. Werke(a I.r Iis)'!:, 1716.) und in den lUem.cke I.ittei zrure vom Salkcngrc (B. I.S. 87.) u. a. a. O. m. befindlichen;lateinisch, vor der Hudsonschcn Ausg.Aesop. Fabeln (Oes. 1718.) und vorHauptmanns und dcrVaßler Ausgabederselben gedruckten; deutsch von I.A. Pfefferkorn f /XKa pMWs. V. 2.S. 7!Z); und englisch von J.Toland</^eiop. Uablcü, l.onch 1704. 8.) über-setzten Lebensbeschreibung,
S. Vsvalwr üe inNicra cliJione.
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Traume, die er für göttlich gehaltenhabe, gethan ').
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Die, dem Aesop zugeschriebenen, grie-chischen, Fabeln, sind, in der Ursprachezuerst, unter dem Titel: Acelopi bsbu-
lae, cum eiusciem vics per Maximumcklanuckom; Ar. cum Ist. verbaue IZi-uurü INeilali. Lx üs kabulae kele-etas, Ar. lar. eckeirre T^ccurfis
?issno, k. i. er 2. 4. wahrscheinlicherWeise, zu Moyland, ums I. 1480. ge-druckt worden (S. ckabr. L!bl. Ar. Vol. I.S. 6z?. u. f. Anm. 4te Ausg.) und dieseSammlung enthält, der Zahl nach, 147Fabeln; allein unter diesen befinden sichdrcy Tetrasticha des Ignatius Diaconus.Auch sind von dieser Ausgabe noch meh-rere Nachdrücke, vorhanden. Hierauf gabAldus Mauutius eben diese Fabeln, ohnejene drei) Tetrasticha, aber mit zweycnvermehrt (der Zahl nach, zwar >49;worunter aber drcy doppelt vorkommen)mit mehccrn griechischen Schriftstellern,Ben. >505. 5. gr. und lat. in zwey vcr«schiedcucn Abdrücken, und eben dieselben,ohne vieler frühem Ausgaben zu geden-ken, I. M. Heusinger, mit Zuziehungmehrerer Handschristen, Eisen. 1741. und1756. 8. gr. und lat. heraus, welche miteiner Vorrede von Klotz, ebcnd. i?7>.und1776. 8. gr. auch wieder erschienen sind. —Nach einer andern Handschrist, und mitverschiedenen vermehrt, druckte sie RobertStephanus, Par. 1546. 4- gr. — undJs. Nie. Nevclet endlich machte aus fünf,oder vielmehr eigentlich nur aus einerneuen Handschrift, deren, dem Titel nach,noch izS vorher nicht (versteht sich, grie-chisch) erschienene, mit jenen >49, undmit 12, welche in der Ausgabe des Ro-bert Stephanus sich befinden, überhaupt297, unter dem Titel, dä^rbologla 7^e-ckvpica .... ckrcfir. 1610. 8. gr. Undlat. bekannt. Diese ließ Job. Hudson,vermehrt mit dreyzehn Fabeln des Aph-thvnius, und mit denen, welche im
Aristo-
») S. Fabel.