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1 (1792) [A - D]
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der Verkürzungen kann erlernetwerden.

Ferner muß die Academie leben-dige Modele haben; Mensche» vonschöner Bildung, die von einem derersten Lehrer, auf einem etwas erha-benen Gestelle, oder Tisch, in verän-derten Stellungen aufgestellt werden,damit die Schüler aus verschiedenenPlatzen, und also in sehr mancherlei)Ansichten dieselben zeichnen können.Dabei) können die Lehrer fast alles,was die Beobachtung desÄchts undSchattens in einzeln Figuren betrifft,vollkommen zeigen. Denn die Ein-richtung des Saales , wo das Mo-del gestellt wird, muß so scyn, daßselbiger sowol von dem Tageslicht,als durch Lampen auf das vorthcil-haftestc kann erleuchtet werden.

Endlich wird auch noch zu einervollkommenen Academie ein betracht-licher Vorrath von wichtigen Kupfer-stichen und Gemahlden erfodert, anwelchen die Jugend alles, was zurErfindung, Anordnung, zum Gc-schmak, zur Haltung, zur Farben-gebung gehört, gründlich studirenkönne. Wo die Gemahlde selbst derAcademie mangeln, wäre es dochsehr vorteilhaft, daß an dem Orte,wo die Academie ist, eine Bildergal-lerie wäre, zu welcher die Academieeinen frcyen Zutritt hätte.

Man begreift leichte, daß eine sol-che Veranstaltung in ihrer Vollkom-menheit sowol zur Anlegung als zurUnterhaltung, einen Aufwand erfo-dert, den nur große und mächtigeFürsten bereiten können. Dochkann auch mit mittelmäßigen Kosteneine Academie eingerichtet und unter-halten werden, welcher nichts vonden nothwendigstcn Stüken der Ein-richtung fehlet.

In einigen Academien ist mit dereigentlichen Schule zugleich eineRünftleracavemie verbunden. Näm-lich eine Gesellschaft vorzüglich ge-schikter Manner, die von einem

Aca iz

Fürsten so begünstiget werden, daßes jedem Künstler zur Ehre undzum Vortheil gereicht, ein Mit-glied der Gesellschaft zu werden.Diese Künstleracadcmie hat mitdem Unterricht der Jugend nichtszu thun; die Absicht ihrer Stif-tung ist, einerseits, durch die Vor-züge große Künstler zu belohnen,anderseits, die Gesellschaft zu Un-tersuchungen über wichtige Theileder Kunst aufzumuntern. Sie sindfür die Künste das, was die Aca-demien der Wissenschaften für dieGelehrsamkeit. Von Zeit zu Zejtvcrfammlen sich die Mitglieder, umüber wichtige, die Kunst betreffende,Materien sich zu unterreden, um Un-tersuchungen, Bemerkungen, Aus-sichten über die Kunst, vorzutragen.Es ist aber bis itzt noch keine Künst-leracademic vorhanden, die einensolchen Plan so befolgte, als einigeAcademien der Wissenschaften seitmehr als hundert Jahren zu thungewohnt sind.

Die älteste Mahleracademie, vonder man Nachricht hat, wiewol siediesen Namen nicht geführt hat, istdie von Florenz, die Gesellschaft desheil. Lucas gencnnt. Sie nahmihren Anfang schon ini Jahr izzo,und wurde erst von der Regierungunterstützet, hernach von den Her-zogen aus dem Hause Mcdicis in bc-sondern Schutz genommen. Die an-sehnlichste Academie der,Künste undKünstler aber ist in Frankreich vonLudcwig dem XIV. errichtet worden.Von andern Academien, die an an-dern Orten mehr oder weniger blü-hen, kann der Herr von Hagedornnachgelesen werden *).

Da die, von H. S. angeführte, unhbekannte Uerrrs a UN smsreur äe la

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