Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
759
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Q u i

Aus dieser Fortschrcitung ist diefalsche Quinte', wenn sie auch dienatürlicher Weise zu ihr gehörigeSexte nicht bey sich hat, zu erken-nen, und von der kleinen Quintedes verminderten Dreyklanges zu un-terscheiden. Nämlich: da der ver-minderte Dreyklang, in welchem diekleine (von der falschen wohl zu un-terscheidende) Quinte vorkommt, sei-nen Sitz auf der großen Septimeeiner harten, und auf der Secundeeiner weichen Tonart hat *), so istseine Fortschrcitung bcym Schlußnothwcndig so, daß der Baß umvier Grade üder sich in die Domi-nante der Tonica, in die man schlies-scn will, trcre. Daher sind die zwcyFalle, wo auf derselben Baßnote^,einmal als die kleine Quinte, undein andermal als die falsche Quintevorkommt, aus der Fortschrcitungdes Basses leicht zu unterscheiden.FolgendePeyspiele werden die Sachevöllig klar machen:

Fr

O. u i

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.

Daß hier im ersten Beispiel die'die kleine Quinte des vermindertenDreyklanges, und nicht die vissoni»rende falsche Quarte sey, erhellet ausdem Schluß nach t) mol, auf derenEecunde der verminderte Dreyklangnaturlich ist; weswegen er auch aufdem Ton L zur Ankündigung, daßein Schluß nach I) mol geschehenwerde, gebraucht worden *). Dar-um mußte nun der Baßton L vierGrade über sich treten, um auf dieDominante der Tonica, dahin man

*) S. Tonart;. Verminderter Lrcy-tlang.

**) Man sehe den Art. Ausweichungim ITH. wo das auf der 284 Seitestehende Bcyfpicl eines Schlüsse, nachv mol, 'mit dem hier angeführten,aus einerlei, Grund beruhet, obgleichdort die Bezifferung und Fortschrci-tung anders ist.

schließen wollte, zukommen. Hatteman aber die erste Verwechslung desAccords auf der Dominante nehmenwollen, so würde die Fortschrcitungvon k drey Grade unter sich gegan-gen scyn.

Daß die imzwcytenBeyspicle vor-kommende Quinte!» nicht die kleine,sondern falsche Quinte sey, welche dieSexte bey sich haben könnte, ist ausdem Schluß nach 5 ossenbar, wel-eher anzeiget, daß der vorletzte Ac-cord der Scptimcnaccord auf L»als der Dominante von seynmüsse, folglich die da vorkommendeQuinteden Quintsertenaccord anfi^oder den Accord der kleinen Septimeauf L anzeige.

Ucberhaupt ist hieraus auch zu se«hen, daß die Quinte, sie sey natür-lich klein, oder zufallig, durchangedeutet, wenn sie auf dem drit-ten Accord vor dem Schlüsse vor-kommt, die kleine Quinte, und wennsie auf dem vorletzten Accord vor-kommt, die falsche Quinte sey, diesich in die große Terz der neuen To-nica auflösen müsse, da jene einenfreyen Gang hat.

Nach diesen Erläuterungen istüber den Accord der falschen Quintenichts weiter zu erinnern, als waSvon dem eigentlichen Quintsexten-accord im nächsten Artikel gespro-chen wird.

Ouintsextaccord.

(Musik.)'

Ein ans der Dominante des folgen-den Grundlones vorkommender dis-sonircnder Aecord, darin die Quinteund Sexte des Baßtoncs zugleichangeschlagen werden. Er ist eigent-lich die erste Verwechslung des we-sentlichen Septimenaccords, der zumSchluß in eine Tonica gebrauchtwird *). Er hat seinen eigentlichen

Sitz

S. Scptlmenaccort».