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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
750
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Qu a

Q u a

als die wahre Terz des eigentlichenGrundtones, an dessen Stelle imBasse seine Terz genommen worden,wie aus diesem Beyspiel deutlich er«hellet:

l'r-H

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Hier gcschiehet ein Schluß nach ichdie Quarte loset sich, wie es seynmuß, in die Terz des GrundtoncsO auf. Weil aber dieser Schlußnach der Absicht dcsTonfctzcrs nichtin seiner völligen Vollkommenheitseyn sollte, so hat er den GrundtonO nicht durch den ganzen Takt bc.Hairen, sondern auf seiner schlechtenZeit die erste Verwechslung seinesDrcyklangcs genommen, und k stattO gesctzet, wodurch die Terz, in wel-che die Quarte herübergegangen war,zur Octave geworden. Hatte mandiese Verwechslung des Grundtonesim Basse gleich auf dem Niederschlagvorgenommen, so wäre die Quartedem Scheine nach zur Rone gewor-den, und hatte sich in die Octavedes Basses aufgelöst: und eben soWare sie durch die zweyte Verwechs-lung des Drcyklanges auf dem Nie-derschlag, wenn im Basse (! statt Ogenommen worden wäre, zur Sep-time geworden, und hatte sich in dieSexte aufgelöset.

Noch in einer andern Gestalt er«scheinet diese dissonirende Quarte,wenn sie durch Versetzung aus einerOberstimme in den Baß kommt; dasie-alsden!! in eben der Stimme eineStufe heruntertritt, und den Scx-tenaccord hervorbringet, dessen Baß-ton aber dieTer; des wahren En nd-tones ist, in welche sich die Quart«aufgelöst hat, wie hier:

Man sieht hier gleich, daß im Basseeigentlich der Ton L als die Terz desGrundtones stehen sollte, an dessenStelle im Niederschlag seine Quarte,die vorher imBasse gelegen hat, bey-bchalten worden, die nun in die Terzheruntertritt.

Uebrigens ist von dem melodischenGebrauch der Quartensprunge indem Artikel Melodie gesprochen wor-den. *) In Anschung einer Folgevon mehrern Quarten, die in einerStimme in gerader Bewegung aufeinander folgen, ist einige Vorsichtzu gebrauchen. Hierüber verweisenwir den Leser auf das, was Hr. Kirn-berger deshalb angemerkt hat.**)Was von der übermaßigen Quartezu erinnern wäre, ist eben das, wasan einem andern Orte von den über«maßigen Dissonanzen überhaupt an-gemerkt worden, f)

Daß die Quarte eine Consonanz sc»,wird in der Schrift des Andr. Papins;De Lonlvnsnriiz I. pro Oiocslleron,II. Hnrv. > u. 1581.8- behaup-tet. Auch handeln von dieser Ma«teric: Joa. Alv. Lrovo (Oitcurloslo.des s pcttel^zon so eiiocliesoron . . .I .i5d. 1662.4. ?ol). Stille (Indcr Ztcn (Zuocll. s. Oispuror. pdilos,conr. Quoell. klilccll. Helmlk. 1646.4-) ' I. Mattheson (Im -tcn Th.der dritten Eröfnung s. forschenden Vr-cdelkre . . . Hamb. 1701. io.) S.auch I. AblungS musikalisches Sie-ben«

S. 584-

*») S. Kirnbergcrs Kunst des reinen

Satzes S. 5 .

5) S. Dissonanz l Th. S. 69z und 697.