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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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ne Dissonanz, nämlich die Quartegenommen bat. So bald man einenTon und dessen Octave höret, vor-nehmlich, wenn man ihn als eineTonica, als einen Grundtvn ver-nimmt , so will das Gehör den gan-zen Dreyklanq vernehmen; besondershöret es die Quinte *) gleichsam leisemit, wenn sie gleich nicht angeschla-gen wird. Nun zwinget man esaber, hier die Quarte statt der Quintezu hören, die freylich als die Unter-secnnde der schon im Gehör liegendenQuinte mit ihr stark dissonirt. Manmuß sich also jenen zweyten Accordso vorstellen, als wenn diese Tonezugleich angeschlagen würden,

wobei) das k nur sehr sachte klänge.Daß dieser Accord dissonircn müsse,ist sehr klar.

Es ist also klar, daß man dieQuarte, so consonirend sie auch ansich ist, gegen den Grundton, wegender Nachbarschaft der Quinte nichtals eine Consonanz brauchen könne.Daher braucht man sie in dieser Tiefenicht anders, als einen Vorhalt derTerz, wodurch sie allerdings die vol.lige Natur der Dissonanzen annimmt,und so wie jedcrVorhalt muß behan-delt werden. Diese ganz natürlicheAuslosung des Rathscls scheinet derscharfsinnige Philosoph Des-Cartesschon angegeben zu haben, obgleichder Streit erst nach seiner Zeit rechthitzig geführt worden ist. Aber srey-kich bekümmern sich die Tonsetzcr seltenum das, was cm Philosoph sagt *).

') S. Klang.

") tt-ec(gui>r»)inf«Iicillim»ell conto»nintizruiii omnium, nec umguiim i»cinrilenis üiNiiberur, nili p»r scci»lien» er cum zlisrum s6jum«nro. I^ar»guotl nizxis imperkett» iir, qu»m r«r-kl» minor nur texr», vi-

c-iii «I cor»m buju» tusvi-

t»ie cor» illius zr»r!z rv>nctc»l. Ler»telii Lomxeiicl. t^uüces.

Aus diesen vorläufigen Erläute-rungen erhellet, daß es bey dcrQuar-te vornehmlich darauf ankomme, obsie als Quarte des Grundtones, derdas Gehör eingenommen hat, inwelchem Falle sie eigentlich Quartswni gcncnnt wird, oder als Quarteeines andern Tones vorkomme. Indem ersten Falle wird sie dissonircn;weil man bey Empfindung der Tonicaauch deren Quinte, und nicistentheilsauch deren Terz, einigermaaßen mitempfindet, da denn das würklicheAnschlagen der Quarte nothwendigdisssniren muß. Man stelle sich fol-genden Gang der Harmonie vor:

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Auf den Niederschlag des ersten derhiergesetzten Takte empfindet dasOhrden wesentlichen Septimcnaccord aufQ dergestalt, daß zugleich das Ge-fühl einer zu erwartenden Cadcnz inden Hauptton Q erwekt wird. Bey die-sem Accord fühlt man also, daß aufdie erste Harmonie der Drcyklangauf Q als die Tonica folgen müsse,und von dieser Tonica wird das Ge-hör nun zum Voraus eingenommen-Nun folget in der zweyten Zeit desersten Taktes in den ober» Stimmenin der That der Drcyklang der er-warteten Tonica Q, mit verdoppel-ter Terz, und dieses macht, daßman auch im Basse die Tonica Qwürklich erwartet. Allein an ihrerStelle höret man den Ton Q fort-dauern, weil die Cadenz nach derAbsicht des Setzers etwas sollte vcr-zögert werden. Auf diese Weise ma-chen die Tone der obcrn Stimmegegen den würklichen Baßton eine

Quarte