740 P r o
Pro
Amüsement, » Lolieöb. ok?rolc>Z. snäl:s>!I. 1770. Ii. -- Lolleök. of ssnZl.?i-ol. snct Ls>il. beflinninZ wirk Lds-Icespesr »ncl enciinA vvi-b (isi-rik,1779. !2. 4 Ddc. — l'kesrr. Kn^i»^uer vk pr»I. iinst Lgil. 17L0. 12.—-1"Iie ldespiun Oriicle, cunr. rkenevveü ?!»>. »11c! ikpil. 1791. S. —»'ck'ke »evvost gsbespi-in Or-icle . . . .z79>. 8. — Sammlung theatral.Erdichte, Lctp.. 1777. «. Auch findensich deren in den Theatcraimanachen vonden H. H.Slobius, Engel, iRamler, u.0. m. — Im Spanischen führen solcheYen Nahmen k-o,; uiid Ramon de la Cruzhat die bessern geschrieben. —
llebrigenS ist eS bekannt genug, daß das,was bcy den Griechen eigentlich der Pro«logus hieß, auf dem neucrn Theater nichtmehr so heißt. Indessen kannten jenedenn doch auch den neuem Prolog;, dieerfic Scene des ersten Aktes mehrererStücke des EuripidcS könnte wegfallen,ohne daß dag Stück dadurch verstümmeltwürde; und was ist sie also sonst, als eineigentlicher Prolog? tteberhaupt hätte dieGeschichte des Prologs wohl eine ausführ-lichere Untersuchung verdient, als sie! hie«erhalte» hat. Auf dem französischen Thea-ter, z. B. fanden, bis zu den ZeltendesEorncille und Moliere, solche fast allge-mein Statt; und noch der Amphitrion deSletztem hat deren einen. Die älter» italie-nischen Trauerspiele, und mehrere Lust-spiele haben deren öfters. Und/ wenn diedeutschen cinzclcn Stücke deren gleich nichtbesitzen! so werden doch auch auf unfern,Theater Prologen gehalten. —
Prosa; Prosaisch.
(Redende Künste.)
Man nennt zwar jede Rede, dieweder ein bestimmtes Sylbenmaaß,noch metrische Einschnitte hat, Pro-sa '); und dennoch scheinet es, daßder Charakter des prosaischen Vor-träges nicht blos hicvvn abhänge;weil man auch gewisse Verse pro-*) S. Sylbenmaaß; Metrisch.
falsch, und einen gewissen Vortrag,dem Sylbenmaaß und Metrum feh-len, poetisch nennt. Die prosaischeRede hat neben dein äußerlichen,oder mechanischen, das in demMangel des nach einer bestimmtenRegel abgemessenen Ganges besteht,noch einen innerlichen Charakter,der von dem Ton und der Wahldes Ausdruks herkommt. Es giebtWortfügungen, Wendungen, ein-zelc Wörter und Redensarten, diedem prosaischen Vortrag entgegenund dem Gedichte vorbehalten sind.Werden diese in der Rede, der dasSylbenmaaß und das Metrum feh-let, gebraucht: so nennt man dieProsa poetisch; fehle» sie aber demVortrage in Versen, so werden dieseprosaisch genennt.
Es ist bereits in andern Artikelngezeigct worden worin das Poe-tische der Sprache, in sosern es vomSylbenmaaß unabhänglich ist, be-stehe, und daraus läßt sich auchder innere Charakter der Prosa be-stimmen. Doch ist dabey zu mer.ken, daß einzcle, hier und da etwavorkommende poetische Redensartenund Wendungen die Prosa noch nichtpoetisch, noch weniger prosaischeWendungen die Poesie prosaisch ma-chen. Man braucht diese Ausdenkevon der Schreibart, oder der Artdes Vortrages, darin der eine,oder der andere dieser Charaktereherrschend ist.
Die poetische Prosa, nämlich Ge-dichte ohne Sylbenmaaß, sind einEinfall der neueren Zeit; «nb es istverschiedentlich darüber gestrittenworden, ob irgend einem prosai-schen Werk der Name eines Gedichtsmit Recht könne beygelegt werden.Itzt ist die Frage fast durchge«hcnds entschieden, und Niemandweigert sich, unser» Geßner, dessenWerke fast durchgehends in Prosa
geschrie-
S. Poetisch. Ton,