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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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Hiezu kommt noch die fast in al- rer, niit Eifer befördert zu werden,len Manschen vorhandene Neigung, und der Portraitmahser behauptetPersonen, deren Charakter'und Tha- cnien ansehnlichen Rang unter denten Uns aus Erzählungen wol de- nützlichen Künstlern. Nicht bloskannt sind, aus ihrer Gesichtsbil die. Wichtigkeit seiner Arbeit, son-dnng und Gestalt kennen zu lernen, dein auch die zu diesen, Fache erfo-Es macht uns ein großes Vergnü- dertzchen Talenre berechtigen ihn,gen, so oft es sich trifft, das; wir Ansprach darauf zu machen. EsMenschen, deren Ruhm uns schon muffen mancherlei) und große Ta-lange beschafftet hat, zu sehen bc- iente zusammentreffen, um einemkommen. Was. würde man nicht Portraftmahlcr, wie Titian unddarum geben, einen Alexander, So- Van Dxk waren, Zu bilden. Waskrates, Cicero, Cato, Easar und wgend die Kunst zur Täuschung desdergleichen Männer, so wie sie ge- Auges vermag, muß der Portrait-lebt haben, zu sehen? Diese Neigung mahler besitzen. Aber das, was ci-kann durch das Portraitinahlen be- gentlich zur Kunst gehöret, und gc-friediget werden. lernet werben kann, ist das We-Zn dem allen kommt noch, daß nigsie. Vorzüglich muß er dasdiese Mahlercy ein sehr kräftiges scharfe Auge des Geistes haben, dieMittel ist, die Bande der Hochach- Cecle ganz in dem Körper zu sehen,tnng und Liebe, nebst allen andern D>e Phystonomie gründet sich anssittlichen Beziehungen zwischen uns so mancherlei) kann, merkliche Züge,lind unfern Vorältern, und den da- daß eine zede Kleinigkeit empsindcn-hcr entstehenden heilsamen Würkun- des Auge, und eine auch die gering-gcn auf die Gemüther so zu unrer- stm Eindrüke richtig fassende undhalten, als wenn wir die Verstorbenen bcurchcilcndc Vorstellungskraft da-bisweilcn würklich noch unter uns Zu gehöret, sie richtig zu fassen, undsahen. Ich habe im Artikel VporaH überhaupt eine höchst empfindsameein Beyspiel angeführct, woraus zu Seele, sie zu verstehen. Der Por-sehen ist, daß ein Portrait beynahe traitmahier, wenn er ein Meister ineben so starken Eindruk ans den Men- seiner Kunst seyn will, muß Dinge,scheu machen kann, als die Person die andere Menschen kaum dunkelselbst. Und aus einer neuem Anek- fühlen, wenigstens in einem ziem-dore kann man sehen, was für wich- liehen Grade der Klarheit sich dor-tige Würkungen bisweilen ein Por- stellen: da er sie im Gemahlde nach-erait haben kann. Man erzählt ahmen nsuß, kein Mensch aber dasnämlich, daß das Portrait von nachahmen kann, was er sich nichtdem nachhcrigen König -Heinrich klar vorstellt. Das Feuer oder diedem III. in Frankreich, das Mon- sanfte Zärtlichkeit des Auges; das!üc, Bischoff von Valcnce, in Pohlen Lebe», welches man auch ohne Bc-ausgetheilt hat, viel beygetragcn wegung, und ohne das Gefühl derhabe, diesem Prinzen die Pohlnische Warme empfindet; der ScharfsinnKrone zu verschaffen, dacsdenPoh- oder die Trägheit des Geistes;len den Verdacht, als ob er Urhe- Sanftninth, oder Rohigkeit derder der verfluchten St. Nartholo- Seele wer kann uns sagen, wiemaus Mordnacht gewesen, völlig sich dieses alles auf dem Gesichtebenommen haben soll. Z"ge? Dcr Portraitmahlcr muß esDarum verdienet dieser Zweig der bestimmt erkennen; denn er bringtKunst so gut, als irgend ein qnde. es in das Bild, und gewiß nicht') M Th. S- !S4- von ungefähr. ^