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weilen die größte Pracht und dengrößten Rcichthum der Verzierungan dein Poreal.
Es scheinet nicht, daß die Altenetwas von dieser Art in ihrer Bau-kunst gehabt haben. Da ihre großenGebäude entweder ganz mit Säulenoder mit Bogcnstellungcn umgebengewesen, oder an der Hauptseitcvorgesetzte Säulenlanben hatten: sozeigte sich an der Außenseite alles invölliger Einförmigkeit. Mau giengzwischen den Säulen, oder durch' die Vogen durch, und fand inner-halb des Porlicus die Thören zumEingang, die nach Art bloßer Thü-reu gemacht waren, wie man ansdem Vitruvius sieht.
-K- -S-
Gra;. Pelrucci hinterließ ein, vonseinem Sohn 164z. herausgegebenes, Werkvon den Portalen nach toSkaniscberOrdnung.—'Ferner handeln davon: Das 6te Buch derlieg. ll^rcbir. dcS Seb. Serlio,mit ;o Entiv. '— liec. lles plus beauxt'nrrüilü cle plulicurs cglites llerl5. von Morton, nach le Pautrc undMarot l'. 1700. kl. kol. 91 Bl. — ktle-vsc. cle plus. pversilz, von Mvreau, F.iqBl. — I. F. Blendet, INI 2tcn Bd.s. Lmirs ll ^rcbicett. S. >79 u. f. Z47p. f. — lilcvzt. llu?oiroii . . . ll'uneLgliss psrollb-Ic, von CH- LUPUlS, F.4 Bl. — Prospekte und Grunde, vonPortalen, von keuchte, F. 9 Bl. —Portal Verzier. von Chiavcri, Z. -9Bl—AuSzierungen zu Portalen, von I. WachS-mut. F. 4 Vl. <—' Grundmclßige An-Weisung zu Aufreißung der Portale, vonI. R. FW, Nürnb. 5. -,4. mit;o Kpsn—
P 0 r t i c u s.
(Baukunst.)
Eine an einer oder Heyden Seitenoffene Gallerie, deren Dach aufSäulen, oderBogcnstellungen ruher.Es ist in den Artikeln Dogenstellungund Säulciilauken davon gesprochenworden.
Portrait-
(Mahlerei).)Ein Gemahlde, das nach derAchu-lichkeir einer lebenden Person gemachtist, und vornehmlich deren Gesichts-bildung zeiget. Es ist eine nicht er.kannte, aber gewisse Wahrheit, daßunter allen Gegenständen, die dasAuge reizen, der Mensch in allenAbsichten der interessanteste ist. Erist das höchste und unbegreiflichsteWunder der Natur, die einen Klum-pe» todtcr Materie so zu bilden ge-wußt hat, daß er Leben, Thatig-keit, Gedanken, Empfindungen undeinen sittlichen Charakter sehen laßt.Daß wir nicht beym Anblik einesMenschen voll Bcwundrung und Er-staunen stille stehen, kommt blos da-her, daß oie unabläßige Gewohn-heit den größten Wundern ihre Merk-würdigkeit benimmt. Daher hat diemenschliche Gestalt und das Ange-sicht des Menschen selbst, für ge-meine, unachtsame Menschen nichts,das sie zur Aufmerksamkeit reizet.Wer aber über das Vorurtheil derGewohnheit sieh nur einigermaaßcnwegsetzen, und bestandig vorkom-mende Gegenstände noch mit Auf-merksamkeit und Nachdenken anse-hen kann, dem ist jede Physiono-mie*) ein merkwürdiger Gegenstand.Wie unaegründct den meisten Men-schen die Physiognomik, oder dieWissenschaft aus dem Gesicht undder Gestalt des Menschen seinen Cha-rakter zu erkennen, vor kommen mag:so ist doch nichts gewissers, als daßjeder aufmerksame und nur einiger-maaßcn fühlende Mensch, etwasvon dieser Wissenschaft besitzt; in-dem er aus dem Gesicht und derübrigen Gestalt der Menschen etwasvon ihrem in demselben Augcnblikvorhandenen Gemüthszustand mitGewißheit erkennt. Wir sagen oft
mit
*) Eigentlich Physignomie.